Armenischer Bischof von Damaskus dankt Präsident Assad

Die vom syrichen Parlament offiziell ausgesprochene Anerkennung des Völkermords an den Armeniern wird in der weltweiten armenischen Community aufmerksam registriert

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Foto: © Tzolag Hovsepian (Quelle: Wikimedia, Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International)

Damaskus, 18.02.20 (poi) Auch der armenisch-apostolische Bischof von Damaskus, Armash Nalbandian, hat in einem Brief an den syrischen Präsidenten Bashar al-Assad den Dank der armenischen Community an das syrische Parlament für die Anerkennung des  Völkermords an den Armeniern in den letzten Jahren des Osmanischen Reiches zum Ausdruck gebracht. Das Parlament in Damaskus anerkannte als erste nahöstliche Volksversammlung die von der jungtürkischen Regierungspartei “Ittihad ve Terakki” (Einheit und Fortschritt) ab 1915 in Gang gebrachte systematische Ausrottungskampagne gegen die armenischen Christen. Dieser Kampagne fielen – vor allem im östlichen Anatolien – auch mindestens 700.000 Christen der syrischen Tradition zum Opfer. Der Genozid an den Armeniern wurde von den Verbündeten deds Osmanischen Reiches (Deutschland und Österreich-Ungarn) kaum zur Kenntnis genommen. Auch die Entente setzte nach dem Zusammenbruch der russischen Armeen im östlichen Anatolien infolge der Revolutionen kaum mehr energische Schritte, um die Armenier zu retten.

Am Samstag hatte bereits der oberste Katholikos-Patriarch aller Armenier, Karekin II., den Dank an Syrien in einem Brief an Präsident Assad betont.