Nuntius Migliore nahm Abschied von Moskau

Der bisherige Papstbotschaft bei der Russischen Föderation wird Papst Franziskus in Zukunft in Paris vertreten – „Die Einheit der Christen kann nur in kleinen Schritten verwirklicht werden“

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Foto: © A.Savin, Wikimedia Commons

Moskau, 07.02.20 (poi) Der bisherige Apostolische Nuntius bei der Russischen Föderation, Erzbischof Celestino Migliore, hat Abschied von Moskau genommen, er wird in den nächsten Wochen sein neues Amt als Papstbotschafter in Paris antreten. Beim Abschiedsgottesdienst in der Moskauer katholischen Marienkathedrale am 5. Februar sagte Nuntius Migliore, die Einheit der Christen könne nur in kleinen Schritten verwirklicht werden, „durch den täglichen Dialog der Nächstenliebe und des Lebens, durch gemeinsame Aktivitäten im spirituellen, pastoralen, kulturellen und karitativen Bereich“. „Die Einheit wird nicht oben herabkommen, sondern von unten aufsteigen“, betonte der Erzbischof. Im Rückblick auf seine vierjährige Tätigkeit in Moskau unterstrich der Nuntius die Notwendigkeit, sich für „Beziehungen des gegenseitigen Verständnisses, der Empathie, des Dialogs und der Offenheit einzusetzen“. Solche Beziehungen seien die „unverzichtbare Grundlage“ für den Aufbau eines harmonischen Miteinanders und einer fruchtbaren Zusammenarbeit der verschiedenen Völker, Kulturen und Religionsgemeinschaften. Die Arbeit für die Einheit sei nicht einfach, so Migliore: „Eine Trennung, die seit Jahrhunderten andauert, kann nicht an einem Tag geheilt werden“.

Erzbischof Migliore hatte in Moskau enge Beziehungen sowohl mit dem russischen Außenministerium als auch mit der russisch-orthodoxen Kirche aufgebaut.