3. Halki-Gipfel wird am 31. Mai eröffnet

Ökumenischer Patriarch lädt Repräsentanten orthodoxer theologischer Institutionen aus aller Welt ein – Ziel ist es, die “ökologische Sensibilität” in die Curricula der orthodoxen theologischen Bildungseinrichtungen zu integrieren

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Foto: © Massimo Finizio (Quelle: Wikimedia; Lizenz: Creative Commons Attribution 3.0 Unported)

Konstantinopel, 26.05.19 (poi) Der Ökumenische Patriarch Bartholomaios I. hat zum 3. Halki-Gipfel in die offiziell nach wie vor geschlossene Theologische Hochschule auf der Insel Halki im Marmara-Meer eingeladen. Der 3. Halki-Gipfel wird von 31. Mai bis 4. Juni stattfinden, das Thema lautet “Theologische Bildung und ökologisches Bewusstsein”. Erwartet werden rund 50 Delegierte aus 40 orthodoxen theologischen Institutionen in aller Welt.

Organisiert ist der 3. Halki-Gipfel als interorthodoxe Arbeitskonferenz. Als Referenten kommen prominente “umweltbewusste” Theologinnen und Theologen aus dem orthodoxen, katholischen und reformatorischen Bereich zu Wort. Ziel ist es, Wege zur Förderung des ökologischen Bewusstseins an orthodoxen theologischen Institutionen zu definieren und den Einsatz für die “Bewahrung der Schöpfung” zu einem Schwerpunkt des theologischen Lehrens und Forschens zu machen. Die ökologische Sensibilität soll in die Curricula der theologischen Institutionen integriert werden. Bartholomaios I., der auf dem Hintergrund seiner seit nahezu drei Jahrzehnten andauernden Initiativen im Umweltbereich oft als “grüner Patriarch” bezeichnet wird, möchte mit dem 3. Halki-Gipfel an die positiven Dialogerfahrungen der beiden ersten Gipfel auf der Insel im Marmara-Meer anknüpfen.

Die beiden ersten Gipfel hatten Aktivisten, Journalisten und Wirtschaftstreibende, Theologen und Repräsentanten unterschiedlicher wissenschaftlicher Disziplinen zu interdisziplinären und grenzüberschreitenden Gesprächen versammelt. Der 1. Halki-Gipfel im Juni 2012 stand im Zeichen des Themas “Globale Verantwortung und ökologische Nachhaltigkeit”. Beim 2. Halki-Gipfel im Juni 2015 kamen Experten aus aller Welt zum Gespräch über die Umweltfragen im Verhältnis zur Literatur und den Künsten zusammen.

Mit den Halki-Gipfeln machte der Ökumenische Patriarch zugleich deutlich, dass er fest entschlossen ist, die geistige Tradition der Theologischen Hochschule auf der Insel im Marmara-Meer aufrecht zu erhalten.

Bei seinem letzten Besuch auf Kreta hatte Bartholomaios I. angedeutet, dass er dringend die Wiedereröffnung des Priesterseminars und der Theologischen Hochschule auf Halki erwarte. Die Behörden hätten versprochen, dass diese Wiedereröffnung nicht mehr auf sich warten lassen werde. Der Patriarch hob bei dieser Gelegenheit den besonderen Geist der Theologischen Hochschule von Halki hervor, der viele Bischöfe des Ökumenischen Patriarchats, auch ihn selbst, zutiefst geprägt habe.