Bartholomaios I.: „Auch Metropolit Onufrij wollte die Autokephalie“

Ökumenischer Patriarch sagt vor Pilgern aus Patras, auch die derzeitigen Bischöfe der ukrainischen orthodoxen Kirche hätten nach der Unabhängigkeitserklärung des Landes die Trennung von der russischen Kirche verlangt, aber jetzt gebe es Pressionen aus Moskau

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Foto: © Massimo Finizio (Quelle: Wikimedia; Lizenz: Creative Commons Attribution 3.0 Unported)

Istanbul, 29.09.18 (poi) Der Ökumenische Patriarch Istanbul, 29.09.18 (poi) Der Ökumenische Patriarch Bartholomaios I. hat seine Haltung in Sachen Autokephalie für die Ukraine zugespitzt, wie die französische Website „orthodoxie.com“ berichtet. Bei einer Begegnung mit Pilgern aus Patras, die unter Leitung des Metropoliten der griechischen Stadt, Chrysostomos (Skliphas), in den Phanar gekommen waren, sagte der Patriarch wörtlich: „Zu verschiedenen Zeitpunkten haben die Ukrainer ihre Unabhängigkeit gegenüber der russischen Kirche eingefordert, wie aus den Dokumenten hervorgeht, die wir in unserem Patriarchalarchiv aufbewahren. Auch die aktuelle Hierarchie der ukrainischen Kirche und Metropolit Onufrij von Kiew, der Vorsitzende des örtlichen Heiligen Synods, haben nach der Selbständigkeitserklärung der Ukraine ihre Unabhängigkeit und ihre Trennung von der russischen Kirche, also die Autokephalie, verlangt. Wir haben ihre Unterschriften und wir haben sie veröffentlicht. Zur Zeit haben manche den Rückwärtsgang eingelegt, wie es scheint auf Grund der großen Pressionen aus Moskau, aber das Geschriebene bleibt. Ich bin sicher, dass sich alle der neuen autokephalen Kirche ihrer Heimat anschließen werden, sobald unser Patriarchat die Autokephalie proklamieren wird“.

Metropolit Chrysostomos dankte dem Patriarchen für die Worte an die Pilger, denn die Gläubigen „würden unterschiedliche Informationen hören und lesen“. Darauf antwortete Bartholomaios I.: „Sie lesen verschiedene Dinge, ich lese sie auch, aber das beeinflusst mich nicht, das stört mich nicht. Ich weiß, dass viele gegen mich sind, aber in den 27 Jahren, die ich mit Dank an Gott Patriarch bin, habe ich viele ähnliche Dinge gelesen, ich war das Ziel vieler Angriffe, aber ich habe ein ruhiges Gewissen. Wenn der Mensch seinem Gewissen folgt und seine Pflicht tut, sollen sie sagen und schreiben, was sie wollen“. Metropolit Chrysostomos meinte, seine Leute seien dankbar, aus dem Mund des Patriarchen den Grund gehört zu haben, warum sich das Ökumenische Patriarchat entschieden habe, der Ukraine die Autokephalie zu verleihen, wie es Recht und Pflicht des Phanar sei. hat seine Haltung in Sachen Autokephalie für die Ukraine zugespitzt, wie die französische Website „orthodoxie.com“ berichtet. Bei einer Begegnung mit Pilgern aus Patras, die unter Leitung des Metropoliten der griechischen Stadt, Chrysostomos (Skliphas), in den Phanar gekommen waren, sagte der Patriarch wörtlich: „Zu verschiedenen Zeitpunkten haben die Ukrainer ihre Unabhängigkeit gegenüber der russischen Kirche eingefordert, wie aus den Dokumenten hervorgeht, die wir in unserem Patriarchalarchiv aufbewahren. Auch die aktuelle Hierarchie der ukrainischen Kirche und Metropolit Onufrij von Kiew, der Vorsitzende des örtlichen Heiligen Synods, haben nach der Selbständigkeitserklärung der Ukraine ihre Unabhängigkeit und ihre Trennung von der russischen Kirche, also die Autokephalie, verlangt. Wir haben ihre Unterschriften und wir haben sie veröffentlicht. Zur Zeit haben manche den Rückwärtsgang eingelegt, wie es scheint auf Grund der großen Pressionen aus Moskau, aber das Geschriebene bleibt. Ich bin sicher, dass sich alle der neuen autokephalen Kirche ihrer Heimat anschließen werden, sobald unser Patriarchat die Autokephalie proklamieren wird“.

Metropolit Chrysostomos dankte dem Patriarchen für die Worte an die Pilger, denn die Gläubigen „würden unterschiedliche Informationen hören und lesen“. Darauf antwortete Bartholomaios I.: „Sie lesen verschiedene Dinge, ich lese sie auch, aber das beeinflusst mich nicht, das stört mich nicht. Ich weiß, dass viele gegen mich sind, aber in den 27 Jahren, die ich mit Dank an Gott Patriarch bin, habe ich viele ähnliche Dinge gelesen, ich war das Ziel vieler Angriffe, aber ich habe ein ruhiges Gewissen. Wenn der Mensch seinem Gewissen folgt und seine Pflicht tut, sollen sie sagen und schreiben, was sie wollen“. Metropolit Chrysostomos meinte, seine Leute seien dankbar, aus dem Mund des Patriarchen den Grund gehört zu haben, warum sich das Ökumenische Patriarchat entschieden habe, der Ukraine die Autokephalie zu verleihen, wie es Recht und Pflicht des Phanar sei.