Bartholomaios I. unterstreicht Ziel des theologischen Dialogs

Stellungnahme des Ökumenischen Patriarchen in neuem Buch über die „Evangelisierung in der Kirche von Papst Franziskus“, das im Vatikanverlag „Libreria Editrice Vaticana“ erschienen ist

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Foto: © Massimo Finizio (Quelle: Wikimedia; Lizenz: Creative Commons Attribution 3.0 Unported)

Rom, 04.07.20 (poi) Der Heilige Geist möge den theologischen Dialog von Katholiken und Orthodoxen zum gemeinsamen Ziel führen, zitiert das neue Buch des italienischen Ordensmannes P. Vito Magno den Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I. In dem Buch „Leidenschaft für die Mission. Die Evangelisierung in der Kirche von Papst Franziskus“ sind die Interviews von P. Vito Magno dokumentiert, die im Sommer/Herbst 2019 von Radio Vatikan ausgestrahlt wurden.

Im Gespräch mit dem Rogationistenpater (die Rogationisten sind eine italienische Ordensgemeinschaft, die Ende des 19. Jahrhunderts entstanden ist) P. Magno unterstrich der Patriarch von Konstantinopel die Bedeutung des „Ökumenismus des Blutes“: „Die Geschichte hat uns vor neue Herausforderungen gestellt. Die neuen Fundamentalisten schauen nicht, ob jemand orthodox oder katholisch ist, sie sehen ihn als Christen. Das von unseren Geschwistern für ihre Treue zu Christus vergossene Blut überschreitet alle konfessionellen Grenzen“. Bartholomaios I. betonte, dass der „Ökumenismus des Blutes“, das „Martyrium, das die Verfolgungen in der Zeit des Frühchristentums übertrifft“, die Kirchen zur Stellungnahme herausfordert.

Aber es gebe auch andere Herausforderungen, so der Ökumenische Patriarch. Die „Bewahrung der Schöpfung“ und der Auftrag, „das gemeinsame Haus zu schützen“, sei so dringlich geworden, dass alle christlichen Kirchen einbezogen wurden; daraus seien wichtige Dokumente wie die vor fünf Jahren veröffentlichte Enzyklika „Laudato si“ von Papst Franziskus entstanden. All diese Aspekte stellten die Christen Seite an Seite und machten deutlich, dass sie der „einzigen Kirche Christi“ angehören, Teil des „Leibes Christi“ sind, der nicht geteilt sein dürfe.

Das Buch von P. Magno ist auf italienisch im Vatikanverlag „Libreria Editrice Vaticana“ (LEV) erschienen.