Bedeutung von Gottesglaube und Gebet steigt in orthodox geprägten Ländern

Bericht des „Pew Research Centers“ unter Berufung auf eine große Umfrage in 34 Ländern

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Foto: © Ismael Martinez Sanchez-KIRCHE IN NOT

Washington, 30.07.20 (poi)  Die Verbindung zwischen dem Glauben an Gott und der Moralität und die Bedeutung von Gott und Gebet im menschlichen Leben wird in orthodox geprägten Ländern zunehmend stärker empfunden. Dies geht aus einem Bericht des „Pew Research Center“ hervor, der auf einer Befragung von 38.426 Personen in 34 Ländern beruht. Die Befragung wurde 2019 durchgeführt. Insgesamt betonten 45 Prozent der Befragten die Verbindung zwischen dem Glauben an Gott und der Moralität, 62 Prozent gaben an, dass Gott, Religion, Gebet für ihr Leben wichtig sind.

In Europa unterstrichen 53 Prozent der Befragten in Griechenland die Verbindung zwischen dem Glauben an Gott und der Moralität, an zweiter Stelle standen Bulgarien und die Ukraine (mit jeweils 50 Prozent der Befragten). Seit 2002 hat das Bewusstsein der Verbindung von Gottesglaube und Moral in Bulgarien um 17 Prozentpunkte und in Russland um 11 Prozentpunkte zugenommen. In der Ukraine nahm dieses Bewusstsein zwischen 2002 und 2019 um elf Prozentpunkte von 61 Prozent auf 50 Prozent der Befragten ab.

In Griechenland gaben 50 Prozent der Befragten an, dass für sie Religion „sehr wichtig“ sei. In Bulgarien stellten 59 Prozent der Befragten fest, dass Religion wichtig für sie sei, in der Ukraine waren es 60 Prozent und in Russland 63 Prozent. Der Spitzenwert kam aus dem Libanon: 92 Prozent der dort Befragten stuften Religion als „wichtig“ ein.

42 Prozent der befragten Russen räumten dem Gebet eine wichtige Rolle in ihrem Leben ein, in Bulgarien waren es 41 Prozent, in der Ukraine waren es 52 Prozent, in Griechenland sogar 73 Prozent. Höher war die Bedeutung, die Gott eingeräumt wurde: 56 Prozent der Befragten in Russland, 55 Prozent in Bulgarien, 62 Prozent in der Ukraine und 82 Prozent in Griechenland bejahten die Frage, ob Gott für sie sehr wichtig sei.  In den früher kommunistisch geprägten Ländern hat der Gottesglaube zugenommen, in westlichen Ländern – z.B. in Spanien – war eine stark rückläufige Tendenz festzustellen.