Christliche theologische Institute im Nahen Osten orientieren sich neu

Generalsekretärin des nahöstlichen Kirchenrats lud Verband der theologischen Fakultäten nach Beirut ein – Neuer Elan nach zehn Jahren Stillstand

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Foto: © Yoniw (Quelle: Wikipedia, Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported)

Beirut, 22.05.19 (poi) Die theologische Reflexion im Nahen Osten soll – vor dem Hintergrund der aktuellen historischen Situation und zur Förderung der Gemeinschaft zwischen den christlichen Kirchen – neuen Elan gewinnen. Mit dieser Zielsetzung lud die Generalsekretärin des nahöstlichen Kirchenrates (MECC), Prof. Souraya Bechealany,  Vertreter des Verbandes der theologischen Fakultäten im Nahen Osten nach Beirut ein. An dem Treffen am 18./19. Mai nahmen 18 Dekane, Direktoren und Vertreter von theologischen Fakultäten und theologischen Instituten der verschiedenen christlichen Kirchen aus dem Libanon, Ägypten, Syrien und dem Irak teil. Der Verband hatte seine Aktivitäten zehn Jahre eingestellt.

Die Initiative zur Einberufung des jüngsten Treffens ist offensichtlich von der Notwendigkeit inspiriert, die theologische Reflexion im Kontext der Beziehungen zwischen den verschiedenen Kirchen wiederzubeleben und zu versuchen, gemeinsam die „Zeichen der Zeit“ zu lesen, mit denen sich Christen vor dem Hintergrund der problematischen Situation des Nahen Ostens konfrontiert sehen, berichtete die katholische Nachrichtenagentur „Fides“. Bei dem Treffen wurde der Vorstand des Verbands neu gewählt, dem Theologen verschiedener Kirchen angehören. Vorsitzender wird für die nächste Amtszeit der maronitische Priester und Dekan der Fakultät für kirchliche Studien an der „La Sagesse“-Universität in Beirut, Prof. Tanios Khalil, sein. Während des Treffens unterstrichen alle Teilnehmenden, dass in der derzeitigen kritischen Phase das ökumenische Merkmal der gemeinsamen Arbeit auf dem Gebiet der theologischen Forschung vordringlich sei.