Deutschland: Orthodoxer Vorsitzender für Ökumene

Erzpriester Radu Constantin Miron wurde zum Vorsitzenden der „Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen“ (ACK) gewählt

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Foto ©: Kai Loges / Akademie RS

Berlin, 09.04.19 (poi) In Deutschland übernimmt erstmals ein orthodoxer Priester den Vorsitz der „Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen“ (ACK, entspricht dem Ökumenischen Rat der Kirchen). Bei den turnusmäßigen Neuwahlen folgte Erzpriester Radu Constantin Miron (er gehört dem Ökumenischen Patriarchat von Konstantinopel an) auf den römisch-katholischen Bischof von Speyer, Karl-Heinz Wiesemann, der laut Satzung nicht noch einmal kandidieren durfte. Als Stellvertreter Mirons wurden Christopher Easthill von der Arbeitsgemeinschaft anglikanischer Gemeinden und Bischof Harald Rückert von der evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland gewählt.

Radu Constantin Miron wurde 1956 in Bonn geboren. Er besuchte in Freiburg im Breisgau die Schule und machte dort 1974 die Matura. Dann studierte er in Saloniki Theologie. Es folgte in Bonn und Köln das Studium der Byzantinistik, Romanistik und Theologie. 1983 bis 2016 wirkte Miron als Pfarrer der griechisch-orthodoxen Gemeinde in Brühl (Rheinland), 1998 bis 2003 war er gleichzeitig auch Pfarrer einer rumänischsprachigen Gemeinde in Düsseldorf. Radu Constantin Miron wirkt seit 1990 als Bischofsvikar für die rumänischen Gemeinden der griechisch-orthodoxen Metropolie von Deutschland und als Religionslehrer am Leibnitz-Montessori-Gymnasium Düsseldorf, seit 2000 auch als Gefängnisseelsorger in Düsseldorf. Seit 2009 ist er Lehrbeauftragter an der Universität Bonn für den Studiengang Master of Ecumenical Studies. Erzpriester Miron ist Ökumenereferent der griechisch-orthodoxen Metropolie von Deutschland. Seit 2016 ist er Pfarrer der griechisch-orthodoxen Kirchengemeinde in Köln. Seit 1983 ist Erzpriester Miron in der Ökumene engagiert, u.a. als Vorstandsmitglied der ACK. Er ist verheiratet, Vater von fünf Kindern und Großvater eines Enkelkindes.