Dritter Jahrestag der Begegnung von Papst Franziskus und Patriarch Kyrill in Havanna

Im Mittelpunkt des Treffens von Kardinal Koch und Metropolit Hilarion in Moskau wird am 12. Februar der Schutz des Lebens stehen

0
118
Foto: © Andreas Faessler (Quelle: Wikimedia; Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International)

Moskau-Vatikanstadt, 10.02.19 (poi)  Zum dritten Jahrestag der Begegnung von Papst Franziskus und Patriarch Kyrill (Februar 2016) wird es am Dienstag, 12. Februar, in Moskau ein Treffen zwischen dem Präsidenten des Päpstlichen Rates für die Einheit der Christen, Kardinal Kurt Koch, und dem Leiter des Außenamts des Moskauer Patriarchats, Metropolit Hilarion (Alfejew), geben. Dies berichtet die italienische katholische Nachrichtenagentur ACI-Stampa – auch wenn es bisher keine offizielle Bestätigung gibt. Thema der Begegnung wird der ökumenische Einsatz für den Schutz des Lebens – auch des ungeborenen Lebens – sein. Im Paragrafen 21 der gemeinsamen „Erklärung von Havanna“ von Papst Franziskus und Patriarch Kyrill heißt es wörtlich: „Wir bitten alle, das unveräußerliche Recht auf Leben zu respektieren. Millionen Kindern ist selbst die Möglichkeit versagt, zur Welt zu kommen. Das Blut der ungeborenen Kinder schreit zu Gott (vgl. Genesis 4,10). Die Entwicklung der sogenannten Euthanasie führt dazu, dass die alten Menschen und die Kranken beginnen, sich als eine übermäßige Last für ihre Familien und die Gesellschaft allgemein zu fühlen. Wir sind auch besorgt über die Entwicklung der technischen Entwicklung der biomedizinischen Fortpflanzung, denn die Manipulierung des menschlichen Lebens ist ein Angriff auf die Grundlagen der Existenz des Menschen, der als Abbild Gottes erschaffen ist. Wir halten es für unsere Pflicht, an die Unveränderlichkeit der christlichen moralischen Grundsätze zu erinnern, die auf der Achtung der Würde des Menschen beruhen, der nach dem Plan Gottes ins Leben gerufen ist“.

Der erste Jahrestag der historischen Begegnung von Papst Franziskus und Patriarch Kyrill wurde in Fribourg begangen. Schauplatz der Feiern zum zweiten Jahrestag war im Vorjahr Wien. In beiden Fällen war Metropolit Hilarion der Gesprächspartner von Kardinal Koch. Laut ACI-Stampa wurde das Thema Lebensschutz gewählt, weil es hier weitgehende Übereinstimmung zwischen römisch-katholischen und russisch-orthodoxen Auffassungen gibt und man so aktuelle politisch-kirchenpolitische Fragen – wie die Ukraine-Krise – vermeiden konnte.