Erbil: Drei Patriarchen bei der Amtseinführung von Nechirvan Barzani

Syrisch-orthodoxer, syrisch-katholischer und chaldäisch-katholischer Patriarch betonten die Notwendigkeit, die christliche Präsenz in der nahöstlichen Region zu bewahren

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Foto: © (Quelle: Wikimedia; Lizenz: Creative Commons Attribution 2.0 Generic)

Bagdad, 11.06.19 (poi) Der syrisch-orthodoxe Patriarch Mor Ignatius Aphrem II., der syrisch-katholische Patriarch Mor Ignatius Yousef III. Younan und der chaldäisch-katholische Patriarch, Kardinal Mar Louis Rafael Sako, haben in Erbil am Montag, 10. Juni, an der Vereidigung des neuen Präsidenten der kurdischen Region, Nechirvan Barzani, teilgenommen. Barzani versicherte in seiner Antrittsrede, dass er alles unternehmen werde, um Frieden und Sicherheit in der kurdischen Region zu bewahren. Es gehe ihm darum, Gleichheit und Schutz für alle Bevölkerungsgruppen zu sichern.

Bereits zuvor waren die drei Patriarchen mit dem syrisch-orthodoxen Erzbischof von Mosul und Kurdistan, Mor Nicodemus Daoud Sharaf, in dessen Residenz in Erbil-Ankawa zusammengetroffen. An dem Treffen nahmen Bischöfe der verschiedenen Konfessionen im nördlichen Irak teil. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Situation im Irak und den anderen nahöstlichen Staaten sowie die Notwendigkeit, die christliche Präsenz in der Region zu bewahren.

Bereits am 9. Juni hatte der syrisch-orthodoxe Patriarch in der Umm-al-Nour (Mutter des Lichts)-Kirche in Erbil die Göttliche Liturgie zelebriert. In seiner Predigt erinnerte der Patriarch daran, wie er vor vier Jahren – 2015 – bei seinem Besuch in Erbil mit dem Leid der aus Mosul und der Ninive-Ebene vertriebenen Christen konfrontiert wurde. Die Situation der verfolgten Christen verweise auf die Jünger Christi. Sie seien nach der Himmelfahrt Christi voll Furcht gewesen, aber nach der Herabkunft des Heiligen Geistes hätten sie den Mut bekommen, die Botschaft des Evangeliums überall zu verkünden. Auch heute ermutige der Heilige Geist die Christen, alle Ängste zu überwinden.