Erstmals erscheint Lexikon über die „östlichen“ Bischöfe der Habsburger-Monarchie

Die Darstellung der orthodoxen, griechisch-katholischen und armenisch-katholischen Bischöfe des habsburgischen Staats soll 2025 als Band 4 des von dem Wiener Kirchenhistoriker Rupert Klieber herausgebenen Großprojekts „Die Bischöfe der Donaumonarchie 1804 bis 1816“ erscheinen

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Foto: © Bwag/CC-BY-SA-4.0 (Quelle: Wikimedia; Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International)

Wien, 28.06.20 (poi) Im Jahr 2025 wird erstmals ein Lexikon/Handbuch über die orthodoxen, griechisch-katholischen und armenisch-katholischen Bischöfe des habsburgischen Staates in der Zeit von 1804-1918 erscheinen (Kaisertum Österreich ab 1804, österreichisch-ungarische Doppelmonarchie ab 1867). Es handelt sich um Band 4 des von dem Wiener Kirchenhistoriker Prof. Rupert Klieber (er lehrt am Institut für Kirchengeschichte der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien) initiierten und herausgegebenen Großprojekts „Die Bischöfe der Donaumonarchie 1804 bis 1918“.  An dem Großprojekt arbeiten Kirchenhistorikerinnen und Kirchenhistoriker aus allen zwölf Nachfolgestaaten des habsburgischen Staates mit. In diesen Tagen ist Band 1 erschienen, der die 126 römisch-katholischen Bischöfe der ungarischen Kirchenprovinzen Esztergom, Kalocsa und Eger im betreffenden Zeitraum darstellt. An diesem Band arbeiteten 34 Autorinnen und Autoren aus Österreich, Ungarn, der Slowakei und Rumänien mit.

Die ausführlichen Portraits  der Bischöfe bieten erstmals ein „konturiertes Gesamtpanorama des Episkopats“ über mehr als ein Jahrhundert, erläuterte Prof. Klieber im Gespräch mit der katholischen Nachrichtenagentur „Kathpress“ die Relevanz des Werkes. Ausdrücklich werden auch sonst vielfach ausgeblendete “heikle Themenfelder“ sowie das Kirche-Staat-Verhältnis und die Position der Bischöfe im Hinblick auf die verschiedenen „nationalen“ Positionen beleuchtet.