Erstmals wurde ein Koreaner orthodoxer Hierarch

Erzbischof Feofan (Kim), bisher verantwortlich für die sibirische Eparchie Kyzyl und Tuwa, wurde zum ersten Bischof der neuerrichteten russisch-orthodoxen Eparchie Korea bestimmt

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Foto: © rabble (Quelle: Wikimedia; Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 Generic)

Moskau-Seoul, 06.04.19 (poi) Es gibt erstmals einen orthodoxen Hierarchen aus der koreanischen Ethnie: Der Heilige Synod des Moskauer Patriarchats bestimmte bei seiner jüngsten Sitzung den Bischof von Kyzyl und Tuwa in Sibirien, Feofan (Kim), zum Erzbischof der neuerrichteten russisch-orthodoxen Eparchie Korea (im Rahmen des ebenfalls erst im Dezember 2018 neugeschaffenen Ostasien-Exarchats des Moskauer Patriarchats). Erzbischof Feofan wird vorläufig auch noch als Administrator seiner sibirischen Eparchie wirken.

Der 1976 auf Sachalin geborene Kim ist das Kind einer russland-koreanischen Familie. Er studierte zunächst Handelswissenschaften in Juschno-Sachalinsk. In dieser Zeit wurde er 1995 getauft. Schon zwei Jahre später – im August 1997 – wurde er innerhalb weniger Tage zunächst als Mönch aufgenommen, dann erhielt er die Diakonen- und die Priesterweihe. Er führte nach der Weihe seine Studien am Seminar in Smolensk weiter, pastoral wurde er schon in seiner künftigen Eparchie Kyzyl eingesetzt. Zehn Jahre (von 2000 bis 2010) war er als orthodoxer Seelsorger in Südkorea tätig, 2006 erhielt er die Ehrenbürgerschaft von Seoul. Im Jahr 2011 wurde er vom Moskauer Heiligen Synod zum Bischof der damals neugegründeten Eparchie Kyzyl und Tuwa erwählt. Im Dezember 2017 wurde er zum Erzbischof erhoben.