Erzbischof von Tirana verfasste neues Buch über die Geschichte der Orthodoxie im albanischen Raum

Das zweibändige Werk zeichnet die historische Entwicklung der Kirche im Bereich des heutigen Albanien nach und analysiert das spirituelle und kulturelle Erbe der Orthodoxen des Landes

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Foto: © Υπουργείο Εξωτερικών (Quelle: Wikimedia, Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 Generic lic)

Tirana, 16.05.20 (poi) Der Erzbischof von Tirana und Primas der autokephalen orthodoxen Kirche von Albanien, Anastasios (Yannoulatos), hat ein neues zweibändiges Buch über „Die orthodoxe Kirche im Gebiet des heutigen Albanien (Vom 1. bis zum 20. Jahrhundert)“ herausgebracht. Das Werk des Erzbischofs – der zugleich eine der bedeutendsten orthodoxen Missionswissenschaftler ist – zeichnet im ersten Band ein präzises Bild der historischen Entwicklung von der Ankunft der ersten Glaubensboten im illyrischen Raum an. Erzbischof Anastasios dokumentiert mit wissenschaftlich-historischen Methoden die Präsenz des Christentums in Albanien, von der Zeit der Apostel über die Blüte in der Epoche der „Basileia ton Romaion“, des oströmischen Reiches, bis zur Situation unter der osmanischen Herrschaft (wo es auch in Albanien wie in anderen osmanisch beherrschten Gebieten zur zumindest formalen Konversion eines großen Teils der Bevölkerung zum Islam kam) und zur Gewährung der Autokephalie an die orthodoxe Kirche in Albanien durch das Ökumenische Patriarchat 1937. Er behandelt aber auch das Zwischenspiel der italienischen Herrschaft und die nachfolgende jahrzehntelange kommunistische Diktatur unter Enver Hoxha, als das Land 1967  zum „ersten atheistischen Staat der Welt“ proklamiert wurde. Als Erzbischof Anastasios vom Phanar mit dem Wiederaufbau der orthodoxen Kirche in Albanien beauftragt wurde, war die äußere Struktur der Kirche völlig zerstört.

Im zweiten Band analysiert der Erzbischof das spirituelle und kulturelle Erbe der Orthodoxen Albaniens an Hand von Zeugnissen der Architektur, der Ikonen- und Mosaikkunst usw. Auch der zweite Band ist chronologisch – frühchristliche Zeit, byzantinische Periode, postbyzantinische Periode – geordnet.

Das zweibändige Werk ist in drei Sprachen – albanisch, griechisch, englisch – herausgekommen.