„Friedensgebet für den Südkaukasus“ am 17. Oktober in Wien

Gebet in der Michaelerkirche mit dem armenisch-apostolischen Bischof Tiran Petrosyan, dem Wiener Weihbischof Franz Scharl und dem Vorsitzenden des Ökumenischen Rates, Domdekan Rudolf Prokschi

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Foto: © Thomas Ledl (Quelle: Wikimedia; Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International)

Wien, 12.10.20 (poi) Seit dem 27. September wird um die kaukasische Region Berg-Karabach gekämpft. Es gibt zwar seit 10. Oktober einen in Moskau von den Außenministern Armeniens und Azerbaidschans ausgehandelten fragilen Waffenstillstand, aber es kommt nach wie vor zu Gefechten. Auf diesem Hintergrund findet am Samstag, 17. Oktober, um 19 Uhr, in der Wiener Michaelerkirche ein „Friedensgebet für den Südkaukasus“ statt. Der armenisch-apostolische Bischof Tiran Petrosyan, der Wiener Weihbischof Franz Scharl und der Vorsitzende des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (und „Pro Oriente“-Vizepräsident), Domdekan Rudolf Prokschi, leiten das Gebet, zu dem alle eingeladen sind, denen der Friede, der Schutz von menschlichem Leben und die Bewahrung kostbaren kulturellen Erbes am Herzen liegen.

Die Region Berg-Karabach (Artsach) hat beim Zerfall der Sowjetunion ihre Unabhängigkeit proklamiert. Völkerrechtlich wird die von Armeniern bewohnte Region nach wie vor als Teil Azerbaidschans betrachtet, nur Armenien hat die Republik Artsach anerkannt. Von 1991 bis 1994 tobte eine kriegerische Auseinandersetzung um Berg-Karabach, die nach Schätzungen 30.000 Menschen das Leben kostete, Hunderttausende mussten ihre Wohnstätten verlassen. Die Zahl der Todesopfer bei den Kämpfen seit 27. September wird auf 500 geschätzt.