„Heilige Stätten ohne Christinnen und Christen?“

Viola Raheb und Ulrike Bechmann beleuchten bei Online-Veranstaltung am 11. November aktuelle Situation der Christinnen und Christen im Heiligen Land

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Foto ©: Andrew Shiva (Quelle: Wikimedia, Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International)

Graz/Wien, 10.11.21 (poi) „Heilige Stätten ohne Christinnen und Christen?“ – Die Grazer Sektion der Stiftung PRO ORIENTE und Welthaus Graz laden am Donnerstag, 11. November, um 19 Uhr zu einer Online-Veranstaltung, in der die aktuelle Situation der Christinnen und Christen im Heiligen Land beleuchtet wird. Jenseits von den konfliktbeladenen Schlagzeilen zu Palästina und Israel bleibt vielfach unbeachtet, unter welchen Bedingungen die Bevölkerung im Heiligen Land lebt. Christinnen und Christen im Heiligen Land haben den Glauben über die letzten 2000 Jahre hindurch lebendig gehalten. Ihre Zahl ist in den letzten Jahrzehnten allerdings stark zurückgegangen. Welche Auswirkungen hat die starke Abwanderung auf die Zukunft der Gemeinschaften vor Ort? Welchen Beitrag leisten sie in der Gesellschaft? Ist ökumenische und interreligiöse Zusammenarbeit möglich, und wenn ja, wie? Welche Rolle kommt dabei den Frauen zu? – Diesen Themen und Fragen widmen sich die beiden Referentinnen Viola Raheb und Ulrike Bechmann.

Der Livestream wird über den Youtube-Kanal von Welthaus Graz ausgestrahlt: https://www.youtube.com/watch?v=Ma_EjVCexKs

 Viola Raheb wuchs in Bethlehem als Tochter einer alteingesessenen palästinensisch-christlichen Familie auf. Sie studierte in Heidelberg/Deutschland Erziehungswissenschaften und Evangelische Theologie, das Master-Studium schloss sie 1995 ab. Danach war sie bis 2002 Schulrätin der Evangelisch-Lutherischen Schulen in Jordanien und Palästina (ELCJ). Seit 2002 lebt Raheb mit ihrer Familie in Wien, wo sie u.a. als Beraterin für das Bundesministerium für Europäische und Internationale Angelegenheiten, die Austrian Development Agency (ADA) oder den Deutschen Entwicklungsdienst tätig war. Inhaltliche Schwerpunkte ihrer Arbeit waren beispielsweise der arabisch-europäische Dialog und der interreligiöse Dialog, wie auch die Themen Konfliktlösung und Frauenrechte.

Raheb promovierte an der Universität Wien, wo sie u.a. auch wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Religionswissenschaften der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien war. Seit Juni 2021 ist sie Referentin für Wissenschaftskommunikation und Öffentlichkeitsarbeit bei PRO ORIENTE. Rahebs ökumenisches Engagement umfasst u.a. die Mitarbeit in verschiedenen Gremien des Weltkirchenrats, des Nahost-Kirchenrats (Middle East Council of Churches) sowie der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland.

Prof. Ulrike Bechmann studierte römisch-katholische Theologie an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg und promovierte 1988 im Fach Altes Testament. Weiters schloss sie auch das Studium der Islamwissenschaften und Arabistik mit einem Master of Arts ab. Von 1989 bis 1999 war sie Geschäftsführerin des Deutschen Weltgebetstagskomitees (ökumenischer Weltgebetstag der Frauen).

Ihre von der Universität Bayreuth angenommene Habilitationsschrift über bibeltheologische und religionswissenschaftliche Untersuchungen zum Abraham-Paradigma im interreligiösen Dialog wurde 2006 mit dem Augsburger Wissenschaftspreis für Interkulturelle Studien ausgezeichnet. Seit 2006 ist Bechmann Professorin für Religionswissenschaft an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Graz.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit ComUnitySpirit (Afro-Asiatisches Institut Graz), der Stadtkirche Graz, dem Ökumenischen Forum, dem Katholischen Bildungswerk Steiermark, der Initiative Christlicher Orient, der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Graz und dem Institut für Ökumenische Theologie, Ostkirchliche Orthodoxie und Patrologie der Universität Graz statt.