Irak: Regierung stellt Mittel für Papstbesuch bereit

Außer Bagdad könnten auch Ur in Chaldäa, die Heimat Abrahams, und Erbil auf der Papstroute liegen

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Bagdad, 07.07.19 (poi) Die irakische Regierung hat Budgetmittel für einen möglichen Papstbesuch im Jahr 2020 bereitgestellt. Das gab der irakische Kulturminister Abd-ul-Amir al-Hamdani bekannt. Insgesamt stelle die Regierung drei Milliarden irakische Dinar zur Verfügung, das entspricht rund 2,4 Millionen Euro. Die Mittel sollen in Umbauarbeiten in jenen Städten fließen, die auf der Reiseroute des Papstes liegen könnten. Papst Franziskus hatte Anfang Juni bei einer Begegnung mit der Vollversammlung der katholischen Hilfswerke für die Ostkirchen (ROACO) erklärt, dass er im kommenden Jahr in den Irak reisen wolle. Daraufhin ließ der irakische Präsident Barham Salih am 20. Juni ein offizielles Einladungsschreiben an den Bischof von Rom überreichen. Er hoffe, dass der Irak durch den Papstbesuch wieder „erleuchtet“ werde, nachdem die kriegerischen Ereignisse ab 2004 „immenses Leiden“ für die Iraker und vor allem für die Christen gebracht hätten, hieß es im Einladungsschreiben des Präsidenten.

Der chaldäisch-katholische Patriarch, Kardinal Mar Louis Raphael Sako, schlug in einem Interview vor, dass Papst Franziskus im Zweistromland die Hauptstadt Bagdad, Ur in Chaldäa (die Heimat Abrahams) und Erbil, die Hauptstadt der kurdischen autonomen Region (im Hinblick auf ihre Aufnahme der christlichen Flüchtlinge aus Mosul und der Ninive-Ebene), besuchen könnte. Der Papstbesuch ist offiziell noch nicht bestätigt, daher gibt es auch über die Details noch keine Vereinbarungen.