Kardinal Zenari begrüßt Wiedereröffnung diplomatischer Vertretungen in Damaskus

Empfang des syrisch-orthodoxen Patriarchen für die in der syrischen Hauptstadt akkreditierten Diplomaten

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Foto: © Centro Televisivo Vaticano (Quelle: Wikimedia; Lizenz: Creative Commons Attribution 3.0 Unported)

Damaskus, 11.02.19 (poi) Der Apostolische Nuntius in Syrien, Kardinal Mario Zenari, begrüßt die Wiedereröffnung diplomatischer Vertretungen in Damaskus. Zenari nahm dieser Tage an einem offiziellen Empfang des syrisch-orthodoxen Patriarchen Mor Ignatius Aphrem II.  für die in Damaskus akkreditierten Diplomaten teil. Der Empfang – bei dem auch der syrische Vizeaußenminister Ayman Sousan anwesend war – fand in der Stadtresidenz des Patriarchen im Bezirk Bab Touma statt.

In seiner Begrüßungsrede erinnerte der Patriarch an positive Wendepunkte der Lage in Syrien, angefangen vom progressiven Rückzug der islamistischen  Milizen. In diesem Zusammenhang unterstrich er das Leid des syrischen Volkes in den acht Jahren des Konflikts und betonte, dass der Wiederaufbau des zerstörten Landes das Mitwirken aller Syrer, der internationalen Gemeinschaft und auch der Kirchen erfordere. Die syrisch-orthodoxe Kirche habe in diesem Zusammenhang mit der Eröffnung der „Antiochia University“ einen wichtigen Schritt gesetzt, denn die Förderung der Bildung sei für den Friedensprozess und die Entwicklung der Gesellschaft von außerordentlicher Bedeutung.

Kardinal Zenari begrüßte – wie die katholische Nachrichtenagentur „Fides“ berichtet – die Anwesenheit zahlreicher diplomatischer Vertreter und die kürzlich erfolgte Wiedereröffnung vieler Botschaften in Damaskus; er bezeichnete dies in Übereinstimmung mit Aussagen von Minister Sousan als positives Zeichen. In den letzten Wochen wurde in Damaskus u.a. auch die Botschaft der Vereinigten Arabischen Emirate wieder eröffnet.

Während der Jahre des Konflikts hat der Heilige Stuhl die Beziehungen zu Damaskus nie unterbrochen, die diplomatische Vertretung des Heiligen Stuhls in Damaskus blieb immer offen. Der Apostolische Nuntius, Erzbischof Mario Zenari, der von Papst Franziskus 2016 mit der Kardinalswürde ausgezeichnet wurde, behielt seinen Wohnsitz in der syrischen Hauptstadt bei. Einmal – am Morgen des 5. November 2013 – wurde die Apostolische Nuntiatur von islamistischen Milizionären angegriffen. Dabei wurde das Dach der Nuntiatur durch einen Mörsereinschlag beschädigt.