Kirche von Griechenland solidarisch mit Armenien

Botschafter bei Kardinal Parolin

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Foto: © Saeima; This file has been extracted from another file: Ināra Mūrniece tiekas ar Svētā Krēsla Valsts sekretāru (26363562894).jpg (Quelle: Wikimedia; Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 Generic)

In die Bemühungen um einen Ausweg aus der Berg-Karabach-Krise hat sich auch der Heilige Stuhl eingeschaltet. Am 29. September wurde der azerbaidschanische Botschafter Rahman Mustafajew im Vatikan empfangen, am 1. Oktober der armenische Vatikan-Botschafter Garen Nazarian. Gesprächspartner für beide Botschafter war Kardinal-Staatssekretär Pietro Parolin. Mustafajew stellte anschließend auf Twitter fest, die Begegnung sei „reichhaltig und tiefgehend“ gewesen. Der Vatikan könne eine wichtige Rolle bei der Lösung des Konflikts auf der Grundlage des internationalen Rechts spielen.

Botschafter Nazarian unterstrich im Gespräch mit dem Kardinal-Staatssekretär die armenische Position im Hinblick auf den Konflikt um Artsach. Der armenische Vatikan-Botschafter verteilte auch unter seinen Kolleginnen und Kollegen im Diplomatischen Corps, das beim Heiligen Stuhl akkreditiert ist, das Interview des armenischen Ministerpräsidenten Nikol Pashinian, der die Türkei beschuldigt, den Völkermord an den Armeniern (der zwischen 1915 und 1923 im sterbenden Osmanischen Reich stattgefunden hatte) fortsetzen zu wollen und eine Neuauflage des Osmanischen Reiches zu planen, der Armenien „im Weg“ stehe. Der armenisch-apostolische Katholikos-Patriarch Karekin II. hatte Papst Franziskus am 27. September – wenige Stunden nach dem Beginn der azerbaidschanischen Angriffe – in der Domus Sanctae Marthae direkt informiert. Der Papst trat dann beim Angelus-Gebet für eine sofortige Lösung des Konflikts im Kaukasus ein.