Kirchenbau-Programm für Moskau deutlich aufgestockt

In den expandierenden Randbezirken Moskaus werden Kirchengebäude benötigt

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Foto: © A.Savin, Wikimedia Commons

Moskau, 03.09.21 (poi) Im Jahr 2010 hat die Russisch-orthodoxe Kirche gemeinsam mit der Moskauer Stadtverwaltung das Programm „200 neue Kirchen für Moskau“ gestartet. In etwa so viele Kirchenbauten sollten im Großraum Moskau errichtet werden, um vor allem in den expandierenden Randbezirken den Menschen die Möglichkeit zu einem Gottesdienstbesuch in zumutbarer Entfernung zu ermöglichen. Nun hat der Duma-Abgeordnete Wladimir Resin, der für das Programm verantwortlich ist, die deutliche Aufstockung der Kirchenneubauten bekannt gegeben. Demnach sollen insgesamt mindestens 500 Kirchen errichtet werden, wie die Nachrichtenagentur „Interfax“ berichtet.

In einigen Bezirken ist es laut Resin bereits gelungen, Kirchen in Wohngebieten, wo sie benötigt werden, zu errichten. Das Kirchenbau-Programm kommt freilich mit dem Wachstum und der Expansion der russischen Hauptstadt nicht nach. 103 Gotteshäuser wurden im Rahmen des Programms bereits gebaut.

Das „Programm 200“ wurde auf Initiative von Patriarch Kyrill ins Leben gerufen. Zu Beginn der Umsetzung hatte Moskau nach Angaben der Russisch-orthodoxen Kirche im Vergleich zu anderen Regionen Russlands einen besonderen Mangel an Kirchen. Laut Plan soll in den neuen Wohngebieten Moskaus für jeweils 20.000 bis 30.000 Personen eine neue Kirche gebaut werden, die in Gehdistanz erreichbar ist.

Die Kosten des Programms werden durch die Spenden von Privatpersonen und Organisationen getragen. Mit der Spendensammlung wurde eine Stiftung beauftragt, deren Vorsitzende Patriarch Kyrill und der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin sind.