Koptisch-orthodoxer Papst-Patriarch auf Pastoralreise in den USA

Tawadros II. weiht während der 29-tägigen Reise 68 neue koptische Kirchen – Lob für Bemühungen von Präsident al-Sisi um die Einheit des ägyptischen Volkes

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Foto ©: Österreichische Außenministerium (Quelle: Wikimedia, Lizenz: Creative Commons Attribution 2.0 Generic)

New York, 22.09.18 (poi) Der koptisch-orthodoxe Papst-Patriarch Tawadros II. wird auf seiner 29-tägigen Pastoralreise durch die USA überall umjubelt. Die Zahl der koptischen Christen in den USA wird auf 900.000 geschätzt. Im Verlauf seiner Pastoralreise, die ihn in die Bundesstaaten New York, New Jersey, Florida und Kalifornien führt, weiht der Papst-Patriarch 68 neue koptische Kirchen. Die erste Station der Pastoralreise war am 13. September die Stadt Cedar Grove im Bundesstaat New Jersey. Bis 5. Oktober bleibt der Papst-Patriarch in New York, anschließend ist er zwei Tage in Florida, um die Pastoralreise in San Francisco abzuschließen. Eine erste Pastoralreise in die USA hatte Tawadros II. im Jahr 2015 absolviert, damals besuchte er nur Kalifornien.

Bei der Weihe der neuen St. Konstantin und Helena-Kirche in Queens begrüßte der Papst-Patriarch laut „Al Ahram Weekly“ die Bemühungen des ägyptischen Präsidenten Abd-el-Fattah Al-Sisi um die Einheit des ägyptischen Volkes, „gegen alle Gefahr der Spaltung“. Das sei auch der Grund, warum der Präsident das Religionsbekenntnis einzelner herausragender Bürger nicht erwähne. „Wir sind alle eins, aber an einigen Orten leidet Ägypten noch unter Ignoranz und Intoleranz“, sagte Tawadros II. Aber die Veränderung des Denkens brauche Zeit.

Ausdrücklich warnte der Papst-Patriarch laut „Al Ahram Weekly“ die Kopten in der Diaspora vor den „fake news“ über die Situation in Ägypten, die oft über die „social media“ transportiert würden. Viele Nachrichten in den „social media“ seien manipuliert. Ägypten habe – „wie alle Länder“ – „weiße, schwarze und graue Seiten“, sagte Tawadros II., aber die Situation habe sich insgesamt in den letzten fünf Jahren verbessert. Die Politik habe den „ehrlichen Wunsch“, die bestehenden Probleme zu lösen.