Mehr als 10.000 Städte nahmen am Weltgebetstag für den Frieden im Heiligen Land teil

Das Gebet gilt nicht nur dem Frieden in einem von tiefgreifenden politischen Auseinandersetzungen betroffenen Gebiet, sondern auch dem Einsatz für Respekt und Dialog

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Foto ©: Andrew Shiva (Quelle: Wikimedia, Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International)

Jerusalem-Vatikanstadt, 28.01.19 (poi)  Mehr Städte denn je haben sich an diesem Sonntag am 11. Gebetstag für den Frieden im Heiligen Land beteiligt. Wie das Nachrichtenportal „Vatican News“ berichtet, haben am Sonntag mehr als 10.000 Städte in aller Welt „in spiritueller Einheit mit Jerusalem und Bethlehem“ an dem Gebet teilgenommen. Der Weltgebetstag für den Frieden im Heiligen Land wird jeweils am letzten Jänner-Sonntag abgehalten, gleichsam in unmittelbarer Nähe zum Abschluss der Weltgebetswoche für die Einheit der Christen am Fest Pauli Bekehrung (25. Jänner). Das Gebet gilt nicht nur dem Frieden in einem von tiefgreifenden politischen und sozialen Auseinandersetzungen betroffenen Gebiet, sondern auch dem Einsatz für Respekt und Dialog, sowohl unter den Christen unterschiedlicher Konfession, als auch zwischen Christen und den Bekennern anderer Religionen.

Der Franziskanerpater Giuseppe Ferrari – Delegat der Franziskaner-Kustodie des Heiligen Landes für Italien – sagte im Gespräch mit „Vatican News“, man müsse von der ursprünglichen Bedeutung des Heiligen Landes ausgehen. Denn hier habe sich Gott geoffenbart und hier habe Christus seine Botschaft des Friedens und der Erlösung verkündet. Daher sei das Heilige Land ein „Land des Friedens“ par excellence – trotz der ständigen Präsenz von Kriegen und Konflikten, die „eine Wunde für die Geschichte der Menschheit“ darstellen.

Es sei bedauerlich, dass die christlichen Gemeinschaften im Heiligen Land heute sehr klein seien, sagte P. Ferrari. In den letzten 20 Jahren sei etwa die Zahl der Christen in Jerusalem ständig zurückgegangen. Das habe bei den verbliebenen Christen auch ein Gefühl der Verlassenheit mit sich gebracht. Der Weltgebetstag für den Frieden im Heiligen Land sei daher auch eine Möglichkeit, die Isolierung der Menschen im Heiligen Land zu überwinden. Die im Gebet verbundenen Städte in aller Welt könnten einen „Hoffnungsschimmer“ darstellen, „einen Sonnenstrahl an einem Nebeltag“.