Menschen in Syrien brauchen Solidarität Österreichs

PRO ORIENTE-Präsident KLoss und der Vorsitzende der PRO ORIENTE-Kommission Forum Syriacum für den Dialog mit den Kirchen der syrischen Traditionen, Prof. Winkler, mit Kardinal Schönborn auf Solidaritätsbesuch in Syrien

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Foto: © Garzo (Quelle: Wikimedia; Lizenz: Creative Commons CC0 1.0 Universal Public Domain Dedication/ public domain)

Damaskus/Wien, 05.10.21 (poi) Kardinal Christoph Schönborn hat am vergangenen Wochenende auf Einladung des syrisch-orthodoxen Patriarchen Aphrem II. Syrien besucht. Der kleinen österreichischen Delegation gehörten auch PRO ORIENTE-Präsident Alfons Kloss und der Vorsitzende der PRO ORIENTE-Kommission Forum Syriacum für den Dialog mit den Kirchen der syrischen Traditionen, Prof. Dietmar W. Winkler, an. Der Besuch galt einem Land, in dem seit mehr als zehn Jahren Krieg herrscht bzw. die Kampfhandlungen noch immer nicht beendet sind. Die materielle und seelische Not sei unvorstellbar, so Präsident Kloss nach der Rückkehr am Montag.

Der Besuch habe einmal mehr gezeigt, wie wichtig die persönliche Begegnung mit Vertretern der Schwesterkirchen ist, so die Bilanz Kloss‘: „Die Christinnen und Christen vor Ort brauchen in einer höchst komplexen Situation unsere Solidarität“. Die internationale Gemeinschaft müsse endlich entschiedene Maßnahmen ergreifen, um das Leid in Syrien zu lindern. Die Abwanderung bezeichnete Kloss als eine der dringendsten Herausforderungen vor Ort.

Bei dem Besuch habe sich zudem eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig die Präsenz und das Zeugnis der Kirchen im Nahen Osten ist. „Die Christinnen und Christen sind eine Art Zement zwischen den Religionen und gesellschaftlichen Gruppen in der Region“, so Kloss.

Prof. Winkler unterstrich, dass die westlichen Wirtschaftssanktionen vor allem die Armen im Land träfen. Sehr beklemmend sei die Erfahrung, so der Ostkirchenexperte, dass vor allem von der jüngeren Generation „ausnahmslos alle, mit denen wir gesprochen haben, das Land verlassen wollen“. Umso beeindruckender sei beispielsweise die Jugendarbeit der Jesuiten in Homs. Diese betreuen in verschiedenen katechetischen Gruppen, in Freizeitprogrammen sowie in verschiedenen berufsbildenden Workshops insgesamt mehr als 1.500 Jugendliche und bieten ihnen damit auch Zukunftsperspektiven.