Metropolit Simeon verstorben

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Phoenix – Am Samstag, dem 16. April 2016 verstarb in Phoenix, AZ (USA) nach längerer Krankheit im Alter von fast 90 Jahren der frühere bulgarische orthodoxe Metropolit von West- und Mitteleuropa Simeon (Kostadinov). Der Leichnam des verstorbenen Metropoliten wurde in den nächsten Tagen nach Bulgarien überführt, wo seinem Wunsch gemäß im Rila-Kloster beerdigt wurde. Metropolit Simeon (mit weltlichem Namen Hristo Dimitrov Kostadinov) wurde am 17.9.1926 in Varna geboren. In seiner Heimatstadt legte er das Abitur ab und arbeitete in Folge in Drandar, Varnensko und Suvorovo als Lehrer. In dieser Zeit absolvierte er das Institut für Lehrer und Pädagogen, um 1952 als sehr guter Schüler das Geistliche Seminar in Sofia abzuschließen. Ab 1953 war er Student an der Geistlichen Akademie „Hl. Kliment von Ohrid“ in Sofia. Am 7. Dezember 1954 wurde er im Paraklis der Geistlichen Akademie des Hl. Kliment von Ohrid zum Mönch geweiht und nur ein Jahr später, am 12.1.1955, wurde er vom damaligen Rektor der Akademie, Metropolit Nikolai von Makariopol, zum Mönchsdiakon geweiht. Als Mönch gehörte er fortan der Bruderschaft des Rila Klosters an. Zwischen 1957 und 1959 verbrachte Mönchsdiakon Simeon seine theologischen Vertiefungsstudien an der Moskauer Geistlichen Akademie, wo er am 8. Oktober 1958 vom damaligen Patriarchen Aleksij I. mit dem Segen des bulgarisch-orthodoxen Hl. Synod, zum Priestermönch geweiht wurde. Ab 1959 bis 1965 lehrte Priestermönch Simeon an der Geistlichen Akademie in Sofia, und wurde in der Zwischenzeit, nämlich am 1. November 1961 zum Archimandriten erhoben. In der Zeit zwischen 1966 und 1973 wirkte er als Protosynkellos der bulgarisch-orthodoxen Eparchie von USA, Kanada und Australien mit Sitz in New York. Am 14. Januar 1973 wurde er schließlich in der Kathedrale des „Hl. Aleksandar Nevski“ in Sofia zum Bischof geweiht und Vikar des Metropoliten Josif von New York und Administrator der Eparchie von Akron, Ohio. Am 22. Dezember 1979 wurde er zum Vikar des bulgarischen Patriarchen ernannt und gleichzeitig zuständig für die bulgarischen Gemeinden in ganz Westeuropa. Am 17. April 1986 wurde er erster Metropoliten der neu gegründeten bulgarisch-orthodoxen Eparchie für Westeuropa (damals mit Sitz in Budapest) und am 30. Mai 1994 ernannte ihn der Hl. Synod der Bulgarischen Kirche zum Metropoliten von West- und Mitteleuropa, jetzt – nach dem Fall der Mauer – mit Sitz in Berlin. Metropolit Simeon blieb bis zum 11. Juni 2013 Vorsteher dieser Eparchie von West- und Mitteleuropa, die sich über alle Länder West-, Süd- und Mitteleuropas erstreckt, eher er, nach eigenem Wunsch, vom Hl. Synod seiner Pflicht befreit wurde. Seit dem 27. Oktober 2013 ist Metropolit Antonij (Mihalev) Nachfolger des verstorbenen Metropoliten Simeon, als Vorsteher der Eparchie von West- und Mitteleuropa und wie der Verstorbene Mitglied der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland.