Moskauer Patriarch hebt gute Beziehungen zur katholischen Kirche Polens hervor

Begegnung zwischen Kyrill I. und dem Warschauer Erzbischof, Kardinal Nycz, im Moskauer Danielskloster

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Foto: © Русский: Pavlucco; permission GFDL+CCA (Quelle: Wikimedia; Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported/GNU Free Documentation License)

Moskau, 13.09.19 (poi) Der Erzbischof von Warschau, Kardinal Kazimierz Nycz, wurde bei seinem inoffiziellen Moskau-Besuch auch von Patriarch Kyrill I. empfangen, nachdem er zuvor bereits mit Metropolit Hilarion (Alfejew), dem Leiter des Außenamts des Moskauer Patriarchats, zusammengetroffen war. Die Begegnung zwischen Kyrill I. und Kardinal Nycz fand im Danielskloster, dem offiziellen Sitz des Moskauer Patriarchen, statt. Auch bei dieser Begegnung des Warschauer Erzbischofs in Moskau war der Apostolische Nuntius in der Russischen Föderation, Erzbischof Celestino Migliore, anwesend. In seiner Begrüßungsansprache sagte Patriarch Kyrill: “Wir haben gute Beziehungen mit der Polnischen Bischofskonferenz,  vor allem seit meinem Besuch in Polen. Wir pflegen diese Beziehungen, weil die katholische Kirche in Polen und die russisch-orthodoxe Kirche jene Kräfte sind, die sich für die Stärkung der christlichen Werte im Leben ihrer Völker einsetzen. Trotz der komplizierten Geschichte der politischen Beziehungen zwischen unseren Ländern, gehören die Kirchen zum selben Wertesystem. Sie können – und sollen – alles tun, um den Glauben an Christus im Leben ihrer Nationen zu stärken. Wo Glaube ist, da ist auch Liebe. Es ist wichtig, dass den Nahen und den Fernen Liebe erwiesen wird – darin sehe ich die Friedensmission der Kirche in der Welt von heute”.

Der Patriarch betonte seine guten Erinnerungen an den Polen-Besuch im August 2012: “Damals hatte ich Gelegenheit, mit dem Episkopat Ihrer Kirche zusammenzutreffen. Es ist mir in lebendiger Erinnerung, wie bei der Feier der Göttlichen Liturgie auf dem Berg von Grabarka auch katholische Bischöfe anwesend waren”. Solche Ereignisse von spiritueller und symbolischer Bedeutung sollten Teil der bilateralen Beziehungen sein. Kardinal Nycz brachte seinerseits seine Freude über die Gelegenheit zur Begegnung mit dem Moskauer Patriarchen zum Ausdruck.

Bei der Begegnung waren die Perspektiven der Entwicklung der Zusammenarbeit zwischen katholischer Kirche in Polen und russisch-orthodoxer Kirche ein zentrales Thema. Die 2012 veröffentlichte gemeinsame Botschaft an die Völker Polens und der Russischen Föderation sei dafür eine gute Ausgangsbasis. Patriarch Kyrill und Kardinal Nycz waren sich einig, dass angesichts des Säkularismus in der westlichen Kultur die Kirchen in Russland und Polen eine besondere Verantwortung haben, den Glauben zu bewahren und vor den neuen Generationen Zeugnis für Christus abzulegen.