Nach Angriff auf Synagoge in Halle: Entschlossenes Vorgehen gegen Antisemitismus notwendig

Vorsitzender des Ökumenischen Rates, Landessuperintendent Thomas Hennefeld: „Alles tun, damit jüdische Menschen in ihren Synagogen beten und ihre Gottesdienste feiern können, ohne solche Schreckenstaten fürchten zu müssen“ – Tiefe Trauer und Betroffenheit über den Angriff auf eine Synagoge am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur

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Foto: © Allexkoch (Quelle: Wikimedia; Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International)

Wien-Halle, 09.10.19 (örkö) Der reformierte Landessuperintendent und Vorsitzende des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ), Thomas Hennefeld, hat in tiefer Betroffenheit über den Angriff auf die Synagoge in Halle an der Saale entschlossenes Vorgehen gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus gefordert. Wörtlich heißt es in seiner Erklärung: „Mit Bestürzung und Zorn habe ich die Nachricht vom Angriff auf eine Synagoge und auf den danebenliegenden jüdischen Friedhof in Halle vernommen. Am höchsten jüdischen Feiertag, Jom Kippur, müssen betende Jüdinnen und Juden in Angst und Schrecken in ihrer Synagoge verharren anstatt sich dem Gebet und dem Gedanken der Versöhnung ganz hingeben zu können.  Ich danke Gott, dass sie alle unversehrt geblieben sind. Gleichzeitig betrauere ich die Toten und Verletzten, die der Todesschütze mit seiner Wahnsinnstat hinterlassen hat. Ich bin mit meinen Gebeten bei den Familien der Toten.

Die Exekutive muss auch in Österreich dafür sorgen, dass Jüdinnen und Juden, ohne solche Schreckenstaten fürchten zu müssen, in ihren Synagogen beten und ihre Gottesdienste feiern können. Ich fordere ein entschlossenes Vorgehen der Politik und der Behörden gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus. Dieses Gedankengut, dass sich auch in unserem Land und in unserer Gesellschaft ausbreitet, darf nicht geduldet werden. Es ist der Boden, auf dem solche Taten des Hasses erst möglich werden. Wir stehen als Kirchen für ein friedliches Miteinander der Religionen und Kulturen in unserem Land und in Europa“.