Neue wissenschaftliche Reihe über Dialog zwischen serbisch-orthodoxen Christen und Muslimen

Für die drei Bände wurden bisher nicht publizierte Archivmaterialien aus der Zeit der Patriarchen German und Pavle ausgewertet

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Foto: © Djordje Stakić (Quele: WIkimedia; Lizenz: Attribution-Share Alike 3.0 Unported)

Belgrad, 22.05.19 (poi) Der „Dialog zwischen orthodoxen Christen und Muslimen“ ist Gegenstand einer wissenschaftlichen Reihe in drei Bänden, die jetzt in Belgrad erschienen ist. Autor ist Diakon Alexander Prascevic, der Leiter des Büros des Belgrader Patriarchats. Band 1 behandelt den Beitrag von Patriarch German zum Dialog mit den Muslimen in den Jahren 1958 bis 1990; Band 2 setzt sich mit den Stellungnahmen von Patriarch Pavle zum Islam und den Muslimen in den Jahren 1990 bis 1997 auseinander (Pavle war vor seiner Wahl zum Patriarchen Bischof des Kosovo gewesen); in Band 3 geht es um den Beitrag von Patriarch Pavle zum christlich-islamischen Dialog in den Jahren 1998 bis 2009. Als Herausgeber zeichnet die serbisch-orthodoxe Eparchie Raska-Prizren. Das serbische Kultusamt (Büro für die Zusammenarbeit mit den Kirchen und Religionsgemeinschaften) unterstützte die Publikation der drei Bände finanziell.

In den drei Bänden werden – als Teil einer Postdoc-Studie an der Theologischen Fakultät der Aristoteles-Universität in Saloniki – bisher nicht veröffentlichte Archivdokumente wissenschaftlich aufgearbeitet.

Seit Beginn der osmanischen Präsenz auf dem Balkan besteht ein spannungsreiches Verhältnis zwischen serbisch-orthodoxen Christen und Muslimen, insbesondere im Kosovo, in Bosnien-Hercegovina und in der in osmanischer Zeit stark islamisierten Region der Raska, dem Herz des ursprünglichen Serbien.