Neuer Nuntius in Moskau traf mit Metropolit Hilarion zusammen

Der Leiter des Außenamts des Moskauer Patriarchats war vor wenigen Tagen in Syrien

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Foto: © Υπουργείο Εξωτερικών (Quelle: Wikimedia, Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 Generic)

Moskau, 30.10.20 (poi) Der neue Apostolische Nuntius in Moskau, Erzbischof Giovanni d’Aniello, ist mit dem Leiter des Außenamts des Moskauer Patriarchats, Metropolit Hilarion (Alfejew), zusammengetroffen. Der Nuntius wurde von Metropolit Hilarion am 29. Oktober herzlich am Sitz des Außenamts des Patriarchats empfangen. Im Gespräch ging es um Fragen „von beiderseitigem Interesse“. Nuntius d’Aniello ist nicht nur für die Gestaltung der Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und der Russischen Föderation zuständig, sondern soll auch den ökumenischen Kontakt zwischen russisch-orthodoxer und römisch-katholischer Kirche fördern. Vor seiner Berufung nach Moskau war Erzbischof d’Aniello, der aus Aversa in Kampanien stammt, Apostolischer Nuntius in Brasilia.

Metropolit Hilarion dürfte auch die Eindrücke seiner jüngsten Auslandsreise erwähnt haben, die ihn am 20./21. Oktober nach Syrien geführt hatte. Der Leiter des Außenamts des Moskauer Patriarchats traf am 21. Oktober im Patriarchalsitz in Damaskus mit dem orthodoxen Patriarchen von Antiochien, Youhanna X., zusammen. An dem Treffen nahmen mehrere antiochenische Bischöfe teil. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die bilateralen Beziehungen zwischen den Patriarchaten von Antiochien und von Moskau, die mit Hilfe der russisch-orthodoxen Kirche entwickelten humanitären Projekte in Syrien und die Probleme der interorthodoxen Beziehungen. Patriarch Youhanna X. brachte  seine Dankbarkeit für die Unterstützung der Christen des Nahen Ostens durch Patriarch Kyrill I. und die Gläubigen der russisch-orthodoxen Kirche zum Ausdruck.

Der gemeinsame Einsatz für die bedrohten Christen des Nahen Ostens war eines der großen Themen bei der historischen Begegnung zwischen Papst Franziskus und Patriarch Kyrill in Havanna.

 

Gruß an den Patriarchen

Erzbischof d’Aniello war bereits am 1. Juni zum neuen Nuntius in Moskau ernannt worden. Coronabedingt konnte er erst am 22. Oktober seinen diplomatischen Dienst in der russischen Hauptstadt antreten.  In einer ersten Grußbotschaft hatte sich der Nuntius an Patriarch Kyrill I., aber auch an alle gewandt, mit denen er in seiner Tätigkeit zusammenkommen werde. In besonderer Weise wandte er sich auch an den katholischen Klerus in Russland und lud alle ein, im Sinn der jüngsten Enzyklika von Papst Franziskus am Aufbau einer wahren Geschwisterlichkeit mitzuarbeiten. Ebenso gedachte er aller, die im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie zu leiden haben.

Am Flughafen war der neue Nuntius vom Sekretär der Nuntiatur, Msgr. Peter Tarnavsky, vom Generalsekretär der katholischen Bischofskonferenz,  don Stefan Lipke, und vom Generalvikar der katholischen Erzdiözese in Moskau, don Kyrill Gorbunow, empfangen worden.