Neuer UNESCO-Vorstoß in Sachen Hagia Sophia

UNESCO-Spezialbevollmächtigter Mounir Bouzenaki wird „Eingriffe und Veränderungen“ an der Kathedrale der Bosporus-Metropole und der Erlöserkirche des Chora-Klosters nach der Umwandlung in Moscheen überprüfen

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Foto ©: Arild Vågen (Quelle: Wikipedia, Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported)

Paris-Konstantinopel, 30.11.20 (poi) Die UNESCO hat im Hinblick auf die Hagia Sophia und auf die Erlöserkirche im einstigen Chora-Kloster – beide in Konstantinopel, beide wurden kürzlich in Moscheen verwandelt – eine neue Initiative ergriffen. Der Vizegeneraldirektor der UN-Organisation, Ernesto Ottone, hat die Rückkehr des UNESCO-Spezialbevollmächtigten Mounir Bouchenaki an den Bosporus verlangt, um die „Eingriffe und möglichen Veränderungen“ zu überprüfen, die an den beiden byzantinischen Gotteshäusern vorgenommen worden sind. Es gebe Gerüchte und widersprüchliche Informationen über Eingriffe an den beiden bedeutenden Kirchen, die unter Missachtung der UNESCO-Vorschriften in Moscheen umgewandelt wurden.

Ottone ist vor allem in Sorge über die möglichen türkischen Eingriffe in die Bausubstanz der beiden Gotteshäuser, die zu den bedeutendsten Zeugnissen christlicher Baukunst zählen. Ebenso ist er besorgt über Berichte, wonach die UNESCO die türkische Sicht im Hinblick auf die Umwandlung der beiden Jahrzehnte hindurch als Museen bezeichneten Gotteshäuser in Moscheen teile.