Neues Apostolisches Exarchat für die in Italien lebenden griechisch-katholischen Ukrainer

Zum Administrator des Exarchats ernannte der Papst zunächst Kardinal De Donatis

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Foto: © Lu pasci at Italian Wikipedia (Quelle: Wikimedia; Lizenz: public domain)

Vatikanstadt-Rom, 11.07.19 (poi) Papst Franziskus hat – wenige Tage nach der „synodalen“ Zusammenkunft mit den ukrainischen griechisch-katholischen Metropoliten –  ein „Apostolisches Exarchat“ für die in Italien lebenden ukrainischen griechisch-katholischen Christen errichtet. Zum Administrator dieses Exarchats hat der Papst Kardinal Angelo De Donatis, seinen  Kardinal-Vikar für die Diözese Rom, ernannt. Offensichtlich soll zu einem späteren Zeitpunkt die Ernennung eines Exarchen aus dem unierten Klerus erfolgen. Die Zahl der ukrainischen griechisch-katholischen Gläubigen in Italien wird mit rund 70.000 angegeben, es gibt 145 Gemeinden, 62 Priester sind in der Seelsorge im Einsatz. Kathedrale des neuen Exarchats wird die Kirche Santi Sergio e Bacco in Rom.

Im „Bollettino“ des Heiligen Stuhls wird daran erinnert, dass die ukrainische Migration nach Italien vor mehr als 20 Jahren begonnen hatte. Die Seelsorge sei zunächst vom „Servizio Migrantes“ der italienischen Bischofskonferenz (CEI) organisiert worden, ein Priester sei als Koordinator für die Seelsorge tätig gewesen, die Verantwortung für die einzelnen ukrainischen griechisch-katholischen Gemeinden habe der jeweils örtlich zuständige Bischof des lateinischen Ritus getragen. Die Verbindung zur ukrainischen griechisch-katholischen Kirche in der Heimat sei durch einen Apostolischen Visitator, den aus Brasilien stammenden griechisch-katholischen Bischof Dionisio Lachovicz, hergestellt worden.