Patriarch Bartholomaios I. kündigt 4. Internationales Forum zur Frage der modernen Sklaverei an

Die interdisziplinäre Tagung soll im Mai 2020 auf der griechischen Insel Kalymnos zu „innovativen Formen von Zusammenarbeit“ führen, um den Skandal der modernen Sklaverei zu beenden

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Foto: © Massimo Finizio (Quelle: Wikimedia; Lizenz: Creative Commons Attribution 3.0 Unported)

Konstantinopel, 06.09.19 (poi) Der Ökumenische Patriarch Bartholomaios I. hat angekündigt, dass er ein 4. Internationales Forum zur Frage der Modernen Sklaverei einberufen wird. Das Forum soll im Mai 2020 auf der griechischen Insel Kalymnos tagen. Es sollen Wissenschaftler, Künstler und Experten eingeladen werden, um zu analysieren, wie in der Gegenwart Sklaverei zustandekommt, fortgesetzt, aber auch zurückgewiesen und überwunden wird. Auf Kalymnos sollen „innovative Formen von Zusammenarbeit“ entstehen, um den Skandal der modernen Sklaverei zu beenden und so „die menschliche Würde und die fundamentalen Menschenrechte“ zu schützen.

Die „Task force“ des Ökumenischen Patriarchats zur Behandlung des Phänomens der Sklaverei wurde beim 1. Internationalen Forum zur Frage der Modernen Sklaverei lanciert, das im Februar 2017 von Bartholomaios I. gemeinsam mit dem anglikanischen Erzbischof von Canterbury, Justin Welby, in Konstantinopel veranstaltet wurde. Das 2. Internationale Forum fand im Mai 2018 unter dem Titel „Alte Probleme in der Neuen Welt“ in Buenos Aires statt. Das 3. Internationale Forum ging wieder in Konstantinopel im Jänner 2019 über die Bühne; der Schwerpunkt lag auf der programmatischen Zusammenarbeit und der Intensivierung der religiösen Bildung, durch die das Ökumenische Patriarchat zur Beseitigung der „komplexen Ursachen, Erscheinungsformen und Konsequenzen der modernen Sklaverei“ beitragen kann.