Patriarch Sako an Muslime: „Eigeninteressen überwinden“

Grußbotschaft des chaldäisch-katholischen Kardinal-Patriarchen zum islamischen „Opferfest“

0
93
Foto: © Евгений Ардаев (Quelle: WIkimedia; Lizenez: public domain/ public domain in the United States)

Bagdad, 31.07.20 (poi)  Zur „Überwindung von Eigeninteressen“ hat der chaldäisch-katholische Patriarch, Kardinal Mar Louis Raphael Sako, in seiner Grußbotschaft zum „Opferfest“ (Id al-Adha), dem höchsten islamischen religiösen Fest, aufgerufen.  Das „Opferfest“ werde dieses Jahr “inmitten widriger Bedingungen gefeiert, während das Leben der Bürger unter dem wachsenden Gewicht der Gesundheitskrise und der Verschärfung der sozialen Lage leidet“. Das Fest sei eine Einladung zu Buße und Erneuerung, um für das Wohl und das Wachstum des Irak und die Würde seiner Bürgerinnen und Bürger einzutreten. In der Zeit der Krise, die auch der Irak erlebt, sei auch das „Opferfest“ eine Gelegenheit, „Energien im Geiste nationaler Verantwortung zu bündeln und mit der gegenwärtigen Regierung und allen Menschen guten Willens zusammenzuarbeiten, um die Corona-Pandemie und alle andere Krisen zu überwinden“, so der Kardinal-Patriarch.

Id al-Adha erinnert an den Gehorsam Abrahams gegenüber Gott, als ihm zunächst aufgetragen wird, seinen Sohn Isaak zu opfern, was Gott dann aber durch das Eingreifen seines Engels verhindert. Die biblische Erzählung, die von der Überwindung der nahöstlichen Tradition des Kinderopfers handelt, spielt auch im Islam eine zentrale Rolle.