Patriarchen bei Feiern zum 100-Jahr-Gedenken des alliierten Sieges an der Saloniki-Front

Ökumenischer Patriarch Bartholomaios I. und serbischer Patriarch Irinej leiten Gedenken an die Opfer der multinational zusammengesetzten „Armee d’Orient“ 1918

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Foto: © Avala (Quelle: Wikimedia; Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported)

Saloniki, 23.09.18 (poi) Der Ökumenische Patriarch Bartholomaios I. und der serbische Patriarch Irinej werden am 29./30. September in Saloniki und Umgebung an den Gedenkfeiern zum 100. Jahrestages des Sieges der Alliierten über die Bulgaren und deren deutsche, österreichische und ungarische Verbündete an der Saloniki-Front teilnehmen. Die Kämpfe am mazedonischen Dobro Polje und am Dojran-See (heute zwischen Griechenland und Mazedonien geteilt) von 15. bis 18. September 1918 führten in der Konsequenz  zur Unterzeichnung des Waffenstillstands von Saloniki am 30. September 1918, aber auch zu Auflösungstendenzen des bulgarischen Heeres, der vorübergehenden Ausrufung einer bulgarischen Republik und zur Abdankung des bulgarischen Zaren Ferdinand I. In der Folge kapitulierte auch das Osmanische Reich, die Mittelmächte wurden aus dem Balkan vertrieben.

Bei den Gedenkfeiern wird in den verschiedenen Militärfriedhöfen in und um Saloniki vor allem der Toten der „Armee d’Orient“ unter dem Kommando des aus Algerien stammenden französischen Generals Louis Félix Franchet d’Esperey gedacht werden. Unter dem Kommando des Generals standen französische (vor allem auch vietnamesische und nordafrikanische), britische, serbische, griechische, italienische und russische Einheiten. Organisiert werden die Gedenkfeiern vom Metropoliten von Neapolis und Stavropolis, Barnabas (Tyris).

Der Metropolit möchte, dass die Gedenkfeiern im Zeichen des Einsatzes für den Frieden in heutiger Zeit stehen. Zentrales Moment des Gedenkens ist die Feier der Göttlichen Liturgie unter freiem Himmel.