Patristische Tagungen feiern in Wien ihr 20-Jahr-Jubiläum

Internationale Tagung von 16. bis 19. September mit hochrangigen Expertinnen und Experten aus ganz Europa - Festakt am 16. September mit Kardinal Schönborn und Metropolit Hilarion

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Foto: © Thomas Ledl (Quelle: Wikimedia; Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International)

Wien, 13.09.21 (poi) Vom 16. bis 19. September findet in Wien die zehnte Patristische Tagung statt, zu der orthodoxe und katholische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus ganz Europa erwartet werden. Höhepunkt der Tagung ist ein Festakt am Donnerstagabend, 16. September, im Wiener Kardinal-König-Haus, bei dem u.a. Kardinal Christoph Schönborn und der Leiter des Moskauer Außenamts, Metropolit Hilarion (Alfejew), das Wort ergreifen werden. Die Patristischen Tagungen feiern heuer ihr 20-Jahr-Jubiläum. Sie finden alle zwei bis drei Jahre in unterschiedlichen Städten Europas statt.

 Bei diesen Tagungen kommen führende Expertinnen und Experten für die christliche Literatur der sogenannten „Kirchenväter“ des ersten Jahrtausends aus dem Osten und dem Westen Europas, aus unterschiedlichen Kirchen, Ländern und Kulturen zusammen. Die Tagungen dienen so dem wissenschaftlichen Austausch und der Vertiefung der Beziehungen und des Dialogs zwischen Ost- und Westkirche.

Neben Kardinal Schönborn und Metropolit Hilarion (er wird sein Grußwort online von Moskau aus sprechen) kommen beim Festakt auch Bischof Atanáz Orosz, Bischof von Miskolc der Ungarisch-Katholischen Kirche, und Prof. Andrew Louth zu Wort. Eine Video-Grußbotschaft wird außerdem Bischof Jose Rico Paves (Diözese Asidonia-Jerez) beisteuern. Auch PRO ORIENTE-Präsident Alfons Kloss und die frühere Leiterin der Tagungen, Prof. Ysabel de Andia werden das Wort ergreifen. Moderiert wird der Abend von der nunmehrigen langjährigen Leiterin der Tagungen, Prof. Theresia Hainthaler. Im Rahmen des Festakts soll die kirchliche und gesamtgesellschaftliche Relevanz des Forums gewürdigt werden. 

Von 2001 bis 2009 veranstaltete die Stiftung PRO ORIENTE die Tagungen. Ab 2010 wurden die Tagungen unter der Leitung von Prof. Hainthaler auf eigene Initiative weitergeführt.

Die erste Tagung in Wien im Jahr 2001 fand zu einer Zeit statt, als der offizielle katholisch-orthodoxe Dialog ausgesetzt war. Die Anregung dazu kam von Christoph Kardinal Schönborn und Prof. Ysabel de Andia. Zahlreiche orthodoxe und katholische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, von denen heute mehrere auch in der Leitung orthodoxer oder katholischer Kirchen wichtige Positionen innehaben, waren und sind beteiligt.

Die diesjährige zehnte Tagung behandelt das Thema: „Inherited sin?“. Die „Erbsünde“ wird dabei aus verschiedensten Perspektiven und in fast 40 Vorträgen und Impulsen von katholischer und orthodoxer Seite behandelt. Die breite Reichweite der Tagung zeigt sich an den Herkunftsländern der Teilnehmenden bzw. den Ländern, in denen diese ihre Lehrtätigkeit ausüben: Deutschland, Ukraine, Großbritannien, Serbien, Frankreich, Polen, Tschechien, Russland, Schweiz, Italien, Rumänien, Spanien, Griechenland, Niederlande, Bulgarien, Irland und Österreich. Die Tagung wird von PRO ORIENTE, Renovabis und der Fritz-Thyssen-Stiftung für Wissenschaftsförderung unterstützt.