„Pro Oriente“: In der Corona-Krise tiefe Einheit mit Christen des Ostens „noch intensiver zum Leuchten bringen“

Präsident Kloss und Prof. Prokschi betonen in österlichem Wort, dass „das gemeinsame christliche Zeugnis“ derzeit „besonders gefordert und erwartet wird“

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Foto: © enhet.se (Quelle: Wikimedia; Lizenz: Attribution-Share Alike 4.0 International)

Wien, 08.04.20 (poi) Die aktuelle Situation bedeutet für die Stiftung „Pro Oriente“ den Auftrag, „die tiefe Einheit in so vielen wesentlichen Dimensionen unseres Menschseins und Glaubens, die uns mit Christinnen und Christen in den orthodoxen und orientalisch-orthodoxen Kirchen verbindet, noch intensiver zum Leben und zum Leuchten zu bringen“: Das betonen „Pro Oriente“-Präsident Alfons M. Kloss und sein Stellvertreter, Domdekan Prof. Rudolf Prokschi, in einem österlichen Wort an die Dialogpartner und –partnerinnen von „Pro Oriente“ und an die Mitglieder des „Pro Oriente“-Freundeskreises. Wörtlich heißt es in dem Schreiben: „Aus Anlass der Corona-Krise erleben wir gegenwärtig weltweit eine sehr schwere Zeit mit großen Herausforderungen. Die Sorgen der Menschen gelten ihrer Gesundheit und ihrem Leben, den Angehörigen, dem Arbeitsplatz, dem Zusammenhalt in der Gesellschaft. Unsere Bewegungsfreiheit und der Umgang mit den Mitmenschen sind eingeschränkt, der Alltag ist nicht mehr ‚normal‘.

Alle sind gleichermaßen davon betroffen. Diese Situation lässt aber zugleich neue Formen von Solidarität entstehen; Krisen können immer auch Zeiten kreativer Neuaufbrüche sein. Für die Stiftung ‚Pro Oriente‘ bedeutet das den Auftrag, die tiefe Einheit in so vielen wesentlichen Dimensionen unseres Menschseins und Glaubens, die uns mit Christinnen und Christen in den orthodoxen und orientalischen Kirchen verbindet, noch intensiver zum Leben und zum Leuchten zu bringen. Das gemeinsame christliche Zeugnis in unserer Welt ist derzeit besonders gefordert und wird von uns erwartet; der Glaube kann vielen Menschen Stütze sein und Kraft geben. Wir wissen uns in diesem Sinne in großer Solidarität mit unseren orthodoxen und orientalischen Schwestern und Brüdern verbunden – so bald wie möglich auch wieder mit konkreten Initiativen und Veranstaltungen. So können wir auf bekannten, aber vielleicht auch neuen Wegen entdecken, was und wer uns gemeinsam trägt. In Zeiten der Krise soll die frohe Botschaft des Evangeliums noch deutlicher unser gemeinsamer Leitfaden sein, soll uns das Gebet noch mehr verbinden. Im Glauben an die Auferstehung und das Leben sind wir vereint!“