Restaurierung der Grabeskirche in Jerusalem geht weiter

Pläne für die zweite Phase wurden im Erlöser-Kloster der Franziskaner präsentiert – Es geht um Fundamente und Fußboden der Basilika und um die komplette Erneuerung der technischen Einrichtungen

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Foto: © Wayne McLean, user jgritz (Quelle: Wikimedia; Lizenz: Creative Commons Attribution 2.0 Generic)

Jerusalem, 17.12.19 (poi) Die Restaurierung der Grabeskirche (im orthodoxen Sprachgebrauch: Auferstehungskirche/Anastasis) geht weiter. Im Erlöser-Kloster der Franziskaner in Jerusalem wurden jetzt die Pläne für die zweite Phase der Restaurierung präsentiert – in Anwesenheit von Repräsentanten des orthodoxen, des armenisch-apostolischen und des lateinischen Patriarchats. Die Kirchen hatten bereits bei der ersten Phase der Restaurierung erfolgreich zusammengearbeitet; dabei ging es um Stabilisierung und Reinigung der „Aedicula“, der Kapelle über dem Heiligen Grab. Diese Arbeiten wurden 2017 beendet. In der zweiten Phase steht jetzt die Konservierung und Restaurierung der Fundamente und des Fußbodens der Basilika auf dem Programm, aber auch die komplette Erneuerung der technischen Einrichtungen (Installationen aller Art, Stromleitungen, Feueralarm-Systeme usw.) und sorgfältige archäologische Forschung. Das technisch-wissenschaftliche Komitee für die zweite Phase wird von Expertinnen und Experten des Turiner Zentrums für Konservierung und Restaurierung von Kulturgütern „La Venaria Reale“ und der römischen Universität „La Sapienza“ gestellt.

Die Vereinbarung über die Durchführung der zweiten Phase war von den Repräsentanten der drei beteiligten Kirchen im Mai unterzeichnet worden. Damals wurde ausdrücklich festgestellt, dass im Zug dieser Restaurierung auch alle Faktoren wie Temperatur, Feuchtigkeit und Umweltverschmutzung analysiert werden müssen, um die Anpassung der technischen Strukturen, die Klerikern und Pilgern dienen sollen, entsprechend vornehmen zu können. Über die Kosten dieser Projektphase gehen die Meinungen auseinander; die Rede war von einer mit 500.000 US-Dollar bezifferten Anfangsfinanzierung; für diese Summe will ein großzügiger Wohltäter aufkommen, dessen Identität nicht mitgeteilt wurde.

Der orthodoxe Patriarch Theophilos III. meinte bei der Unterzeichnung der Vereinbarung über die zweite Phase der Restaurierung, für die „Anastasis“ beginne eine neue Phase ihrer Geschichte. Bei den früheren Renovierungsarbeiten sei immer deutlich geworden, dass die „ehrwürdige und heilige Basilika“ leide. Mit der jetzt vor sich gehenden mehrstufigen Restaurierung werde die Basilika ihren „ursprünglichen Glanz“ zurückgewinnen.