Rom: Hilfswerke für die katholischen Ostkirchen tagen in Rom

ROACO-Vollversammlung nimmt Nahen Osten, aber auch aktuelle Situation in Armenien, Georgien und Äthiopien in den Blick - Kardinal Sandri eröffnete Tagung mit Gebet

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Foto ©: Dnalor 01 (Quelle: Wikimedia, Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported)

Rom, 23.06.21 (poi) Die Vereinigung der Hilfswerke für die katholischen Ostkirchen („Riunione Opere Aiuto Chiese Orientali“/ROACO) hält derzeit in Rom ihre 94. Vollversammlung ab. Im Fokus der viertägigen Tagung, die am Montag begonnen hat, steht die Situation im Heiligen Land, aber auch in Armenien, Georgien und Äthiopien, wie VaticanNews berichtete.

Die vatikanische Ostkirchen-Kongregation hat das aktuelle und höchst umfangreiche Tagungsprogramm veröffentlicht. Bereits am Montagnachmittag hat demnach ein Arbeitstreffen stattgefunden, die Vollversammlung wurde offiziell am Dienstag mit einem Mariengebet eröffnet, das der Präfekt der Ostkirchenkongregation, Kardinal Leonardo Sandri, leitete. Dabei sollte insbesondere für die noch lebenden und verstorbenen Wohltäter des Solidarverbundes gebetet werden, darüber hinaus für die Länder, in denen die Hilfswerke tätig sind und die nach wie vor unter Gewalt sowie politischer und sozialer Instabilität leiden – Situationen, die durch die andauernde Pandemie noch verschlimmert würden, wie es in der Aussendung der Ostkirchenkongregation hieß, unter deren Dach die ROACO angesiedelt ist.

Der Lateinischen Patriarch von Jerusalem, Erzbischof Pierbattista Pizzaballa, Franziskanerkustos Francesco Patton sowie der Vizekanzler der Bethlehem University, Peter Bray, gaben nach der Tagungseröffnung einen Überblick über die Situation vor Ort. Auch die Kollekte für das Heilige Land 2020, die im vergangenen Jahr wegen der Corona-Pandemie vom traditionellen Karfreitag auf den Herbst verschoben worden war und deutlich geringer als in den Vorjahren ausgefallen war, sollte dabei besprochen werden.

Am Dienstagnachmittag waren Berichte aus Äthiopien, Armenien und Georgien an der Reihe. Die Situation vor Ort illustrierten die Apostolischen Nuntien in den betreffenden Ländern, Antoine Camilleri (Äthiopien) und José Avelino Bettencourt (Armenien und Georgien).

Für Mittwoch waren Referate des vatikanischen „Außenministers“ Richard Gallagher sowie der Päpstlichen Vertreter in Syrien (Kardinal Mario Zenari), Libanon (Erzbischof Joseph Spiteri) und des Irak (Erzbischof Mitja Leskovar) vorgesehen.

ROACO ist die Vereinigung der Ostkirchenhilfswerke aus verschiedenen Ländern, die sich finanziell in unterschiedlichen Bereichen einsetzen: beim Bau von Kirchen, bei der Bereitstellung von Stipendien, bei der Schaffung schulischer und sozialer Einrichtungen. Die ROACO wurde 1968 mit dem Ziel gegründet, die Hilfe für die katholischen Ostkirchen zu bündeln und zu koordinieren.