Rumänisch-orthodoxe Kirche will in Irland ein Kloster eröffnen

Dort soll auch das Gedenken an die keltischen Heiligen, die „ab dem 4./5. Jahrhundert so viel für das Heil Europas getan haben“, gepflegt werden

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Dublin, 23.08.19 (poi) Die rumänisch-orthodoxe Kirche will in Irland ein Kloster eröffnen. Zu diesem Zweck möchte die rumänisch-orthodoxe Metropolie für West- und Südeuropa ein früheres katholisches Exerzitienhaus in Shannonbridge im Herzen Irlands erwerben. In der unmittelbaren Umgebung hatte im 6. Jahrhundert der Heilige Ciaran von Clonmacnoise gelebt, der auch von der orthodoxen Kirche verehrt wird. Während des ersten Jahrtausends gab es in der Umgebung zahlreiche Klöster und Einsiedeleien.

Der rumänisch-orthodoxe Metropolit für West- und Südeuropa, Josif (Pop),  hat einen dringenden Spendenappell veröffentlicht, weil die rumänische Kirche das Exerzitienhaus so bald wie möglich erwerben möchte. Das Kloster werde der Ehre Gottes und der Jungfrau Maria sowie aller keltischen Heiligen dienen, „die ab dem 4./5. Jahrhundert so viel für das Heil Europas getan haben“. Es sei höchst an der Zeit, sich dieser Heiligen zu entsinnen. Zugleich wird in diesem Appell daran erinnert, dass Shannonbridge als katholisches Exerzitienhaus auch bisher schon eine „Oase des Gebets“ war.

Die Zahl der orthodoxen Gläubigen hat in Irland – wie in anderen west- und mitteleuropäischen Ländern – im Zug der Migrationsbewegung dramatisch zugenommen. Viele der orthodoxen Migranten in der Republik Irland kommen aus Rumänien.