Russischer Außenminister Lawrow besuchte serbischen Patriarchen

Nur durch „die Einheit der orthodoxen Völker“ könne die Position der russisch-orthodoxen Kirche in der Ukraine und der serbisch-orthodoxen Kirche in Montenegro gestärkt werden

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Foto: © Micki (Quelle: Wikimedia, Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported)

Belgrad, 19.06.20 (poi) Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat am Donnerstag in Belgrad dem serbisch-orthodoxen Patriarchen Irinej einen offiziellen Besuch abgestattet. Im Gespräch mit dem Patriarchen betonte Lawrow die Unterstützung der russischen Regierung für die „territoriale Integrität und die Souveränität der Republik Serbien im Kosovo und in der Metochie“. Zugleich hob der russische Außenminister auch die Unterstützung seiner Regierung für die Position der serbisch-orthodoxen Kirche in Montenegro hervor. Nur durch „die Einheit der orthodoxen Völker“ könne die Position der russisch-orthodoxen Kirche in der Ukraine und der serbisch-orthodoxen Kirche in Montenegro gestärkt werden. Offizieller Anlass der Begegnung zwischen Patriarch Irinej und Außenminister Lawrow waren die Vorbereitungen für die Teilnahme des russischen Präsidenten Wladimir Putin und des Moskauer Patriarchen Kyrill I. an der für das Jahresende vorgesehenen Weihe und Eröffnung der neuen St. Sava-Kathedrale auf dem Vracar in Belgrad.

Patriarch Irinej betonte seine Dankbarkeit für die Unterstützung des russischen Staates und der russisch-orthodoxen Kirche beim Bau und der Ausgestaltung der St. Sava-Kathedrale. Insbesondere brachte der Patriarch die Wertschätzung für die – mit zehn Millionen Euro bezifferte – Finanzierung der Mosaiken in der Kathedrale zum Ausdruck. 85 Prozent der Mosaiken sind bereits verlegt, die restlichen 15 Prozent folgen in den beiden nächsten Monaten. Die serbische Regierung hat 32 Millionen Euro zur Finanzierung von Bau und Ausgestaltung der Kathedrale beigetragen.