Salzburg & Wien: Ökumene-Akzente zum Pfingstfest

„Ökumenisches Abendlob“ im Salzburger Dom am Pfingstsonntag – „Ökumenische Begegnung im Gebet“ am orthodoxen Pfingstmontag in der rumänisch-orthodoxen Kirche in Wien-Simmering

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Foto: © Invisigoth67 (Quelle: Wikimedia; Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported)

Salzburg-Wien, 01.06.20 (poi/örkö) Die ökumenische Bedeutung des Pfingstfestes wird in Salzburg und Wien deutlich gemacht. Im Salzburger Dom fand am Pfingstsonntagabend der feierliche und farbenprächtige Abschluss des Pfingstfestes in Form eines „Ökumenischen Abendlobs“ statt. Es war gleichsam eine Aktualisierung des ersten Pfingstfestes vor nahezu 2.000 Jahren, als die Bewohner von Jerusalem die vom Heiligen Geist inspirierten Apostel in allen Sprachen der damaligen Ökumene predigen hörten. Zum „Ökumenischen Abendlob“ hatten der Vorsitzende der Salzburger Sektion von „Pro Oriente“, Prof. Dietmar W. Winkler, und der Leiter des Salzburger diözesanen „Referats für Ökumene und Dialog der Religionen“, Mathias Hohla, eingeladen. Gestaltet wurde das „Abendlob“ gemeinsam von Erzbischof Franz Lackner, dem österreichischen serbisch-orthodoxen Bischof Andrej (Cilerdzic), dem evangelisch-lutherischen Superintendenten für Salzburg und Tirol, Olivier Dantine, dem Salzburger rumänisch-orthodoxen Erzpriester Dumitru Viezuianu, der methodistischen Pfarrerin Dorothee Büürma und dem altkatholischen Generalvikar Martin Eisenbraun (der auch der Vorsitzende des Ökumenischen Arbeitskreises Salzburg ist). In der Vielfalt der Traditionen wurde das gemeinsame Anliegen spürbar.

Am orthodoxen Pfingstmontag (8. Juni) wird es in Wien eine „Ökumenische Begegnung im Gebet“ unter dem Titel „Pfingstzeit – Kirchenzeit“ geben. Die „Begegnung im Gebet“ ist eine gemeinsame Initiative des Vorstands des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) und der rumänisch-orthodoxen Gemeinde. Die „Begegnung im Gebet“ findet – unter den Bedingungen der aktuellen Beschränkungen – am 8. Juni um 17:30 Uhr in der rumänisch-orthodoxen Pfarrkirche „Zur Heiligen Auferstehung“ in Wien-Simmering (Endstation U 3) statt. Der ÖRKÖ-Vorsitzende, Prof. i.R. Rudolf Prokschi, stellt zu Beginn die Bedeutung der zentralen christlichen Glaubensüberzeugung von der Dreifaltigkeit Gottes dar (die orthodoxe Kirche feiert das Dreifaltigkeitsfest zu Pfingsten, die katholische und die evangelische Kirche am ersten Sonntag nach Pfingsten).

Anschließend kommen Repräsentantinnen und Repräsentanten verschiedener Kirchen (Methodisten, Reformierte, Anglikaner, Kopten) mit Beiträgen aus ihrer jeweiligen spirituellen Tradition zu Wort. Der rumänisch-orthodoxe Bischofsvikar (und stellvertretende ÖRKÖ-Vorsitzende) Nicolae Dura leitet dann eine kurze orthodoxe Vesper zum Tag, gesungen wird – überwiegend in deutscher Sprache – von der Schola der rumänisch-orthodoxen Gemeinde.

„Radio Maria“ wird die Begegnung „Pfingstzeit – Kirchenzeit“ übertragen. Der Sender ist auf UKW – von 93,4 (Baden) über 99,5 (Wien/Innenbezirke) bis 107,9 (Inntal) -, im Digitalradio DAB+, in den meisten Kabelnetzen, über SAT-Receiver, mithilfe der „Radio Maria“-App und auch im Internet (https://www.radiomaria.at/) zu hören.