Serbisch-orthodoxer Bischof Andrej besuchte den koptisch-orthodoxen Bischof Anba Gabriel

Die Begegnung der beiden Bischöfe fand im koptischen Kloster St. Anton in Obersiebenbrunn statt – Betonung der „brüderlichen Beziehung“ zwischen koptischer und serbischer Kirche und des guten ökumenischen Klimas in Österreich

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Foto: © Bwag/CC-BY-SA-4.0 (Quelle: Wikimedia; Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International)

Wien, 04.09.129 (poi) Der Wiener serbisch-orthodoxe Bischof Andrej (Cilerdzic) hat dem koptisch-orthodoxen Bischof für Österreich, Anba Gabriel, einen ökumenisch-freundschaftlichen Besuch abgestattet. Die Begegnung der beiden Bischöfe fand im koptischen Kloster St. Anton in Obersiebenbrunn im Marchfeld statt, dem Sitz von Bischof Gabriel. In seiner Begrüßung des serbischen Gastes erinnerte Bischof Gabriel an die “brüderliche Beziehung“ zwischen koptischer und serbischer Kirche und an die enge Zusammenarbeit beider Kirchen im deutschsprachigen Raum (sowohl Bischof Andrej als auch Bischof Gabriel sind auch für die Schweiz zuständig). In einem Überblick über die Geschichte der koptischen Kirche erläuterte Bischof Gabriel die Situation der koptischen Christen sowohl in der ägyptischen Heimat als auch in der weltweiten Diaspora.

Im Mittelpunkt des Gesprächs der beiden Bischöfe stand die Bedeutung des „orthodoxen Zeugnisses für die christliche Botschaft in Österreich“. Sowohl Bischof Andrej als auch Bischof Gabriel würdigten das gute ökumenische Klima im Land und die freundschaftlichen Beziehungen der östlichen Christen mit den Christen aus anderen Traditionen. Die beiden Bischöfe diskutierten über den Fortgang des offiziellen theologischen Dialogs zwischen der orthodoxen und der orientalisch-orthodoxen Kirchenfamilie. Auch die zwischenkirchliche Zusammenarbeit in Österreich und der Schweiz wurde besprochen.

Besonderes Interesse löste bei Bischof Andrej die Geschichte des Klosters St. Anton aus, das das erste orientalisch-orthodoxe Kloster in Österreich ist.