Serbisch-orthodoxer Patriarch Irinej in den USA

Im Rahmen der Pastoralreise gab es auch politisch bedeutsame Begegnungen mit US-amerikanischen politischen Persönlichkeiten

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Foto: © Micki (Quelle: Wikimedia, Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported)

Washington, 05.03.20 (poi) Der serbisch-orthodoxe Patriarch absolviert derzeit eine – auch politisch bedeutsame – Pastoralreise in die USA. In Washington traf der Patriarch am 3. und 4. März u.a. im State Department mit dem Ambassador at Large for International Religious Freedom, Senator Samuel Brownback, mit dem Vizestaatssekretär für europäische und eurasische Angelegenheiten, Philip Ricker, mit der Vorsitzenden der neuen Kommission für internationale Religionsfreiheit, Gayle Manchin, und mit Daniel Fried vom „Atlantic Council“ zusammen. Bei den Begegnungen erläuterte der serbisch-orthodoxe Patriarch die Haltung seiner Kirche zu verschiedenen politischen und gesellschaftlichen Fragen, die das serbische Volk und die serbisch-orthodoxe Kirche betreffen. Patriarch Irinej verhehlte nicht, dass er sich einen höheren Grad an Aufmerksamkeit für serbische Angelegenheiten wünschen würde. Die serbische Delegation – der Patriarch wurde u.a. von Bischof Jovan (Mladenovic) von Sumadija und vom für die östlichen US-Bundesstaaten zuständigen Bischof Irinej (Dobrijevic) begleitet – wurde in Washington überaus freundlich empfangen. Botschafter Fried betonte das „Potenzial Serbiens“, das Land habe eine „natürliche Führungsaufgabe“ in der Region und sei ein „unverzichtbarer Teil Europas“. Es wird davon ausgegangen, dass Patriarch Irinej seine US-amerikanischen Gesprächspartner auch über seine Eindrücke bei der jüngsten „brüderlichen Versammlung“ orthodoxer Repräsentanten auf Einladung des Jerusalemer Patriarchen Theophilos III. in Amman informiert hat.

Zum Auftakt seiner USA-Reise hatte der Patriarch am 29. Februar in der Stadt Clearwater im Bundesstaat Florida an der serbisch-orthodoxen Kirchenversammlung für Nord-und Südamerika teilgenommen. Am Sonntag, 1. März, zelebrierte Patriarch Irinej die Göttliche Liturgie in der serbisch-orthodoxen St. Simeon-Kirche in Miami. Zum Abschluss seiner Pastoralreise wird der Patriarch in New York die serbische St. Sava-Kathedrale besuchen, deren Wiederaufbau nach einer Brandkatastrophe im Gang ist.