Serbischer Patriarch auf Pastoralbesuch im südlichen Afrika

Lob für die Arbeit der serbisch-orthodoxen Immigranten und ihre Treue zur orthodoxen Kirche - Aufruf zur „spirituellen Nähe“ mit allen anderen Bewohnern der multiethnischen und multikonfessionellen Länder

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Foto: © Micki (Quelle: Wikimedia, Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported)

Pretoria, 29.10.18 (poi) Der serbisch-orthodoxe Patriarch Irinej besucht derzeit mehrere Länder im Süden Afrikas, wo zahlreiche serbische Immigranten leben. Am Sonntag feierte der Patriarch in Kapstadt in der orthodoxen Kathedrale aus Anlass des griechischen Nationalfeiertags (28. Oktober) die Göttliche Liturgie. Begonnen hatte er seinen Pastoralbesuch am 24. Oktober in Johannesburg, wo er u.a. die orthodoxe Thomaskirche und die serbisch-orthodoxe St. Sava-Kirche besuchte. Begrüßt wurde der Patriarch vom Metropoliten von Johannesburg, Damaskinos (Papandreou), und dem orthodoxen Klerus der wirtschaftlichen Hauptstadt Südafrikas (die orthodoxe Metropolie Johannesburg gehört zum Patriarchat von Alexandrien). Patriarch Irinej würdigte die Arbeit der serbisch-orthodoxen Immigranten und ihre Treue zur orthodoxen Kirche, „die unser aller Mutter ist“. Wörtlich sagte der Patriarch: „Bewahrt, was das wichtigste ist, den orthodoxen Glauben, für den unsere Vorfahren ihr Leben gegeben haben“.

Die serbische Kirche sorge für ihre Kinder, auch für jene, die in fernen Ländern ein neues Leben aufgebaut haben. Wo es serbische Gläubige gebe, dorthin müsse die Kirche auch serbische Priester entsenden, betonte der Patriarch und unterstrich gleichzeitig die Notwendigkeit, jede nationale Enge zu vermeiden: „Zu welchem Volk auch immer wir gehören, wir sind alle Volk Gottes, wir tragen das Abbild Gottes in uns, in Christus sind wir alle eins und dazu berufen, unsere Nachbarn als unsere Brüder zu sehen. Lassen wir beiseite, was unsere Beziehungen stören könnte und stärken wir das, was Ewigkeitswert hat, nämlich das Leben in Nächstenliebe und spiritueller Verwandtschaft als Geschenk und Segen Gottes“.

In Gaborone, der Hauptstadt der Republik Botswana, weihte der Patriarch am 27. Oktober die neuerbaute St. Sava-Kirche. Die erste Göttliche Liturgie in der neuen Kirche feierte er in Konzelebration mit dem orthodoxen Bischof von Gaborone, Gennadios (Stantzios). Die Eparchie Gaborone untersteht dem Patriarchat von Alexandrien. Die orthodoxe Kirche in dem südafrikanischen Staat besteht in erster Linie aus griechischen, russischen, serbischen und rumänischen Zuwanderern.

Der Besuch des Patriarchen in Südafrika dauert bis zum kommenden Sonntag, 4. November. An diesem Tag wird er die Feiern zum 40-Jahr-Jubiläum der Thomaskirche leiten.