Serbischer Patriarch Irinej wurde 90

Papst Franziskus und die orthodoxen Patriarchen unter den Gratulanten – Orthodoxe Gläubige brachten den Wunsch zum Ausdruck, dass der Patriarch „noch viele Jahre“ die serbisch-orthodoxe Kirche in Weisheit führen möge

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Foto: © Micki (Quelle: Wikimedia, Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported)

Belgrad, 30.08.20 (poi) Der serbische Patriarch Irinej beging am 28. August seinen 90. Geburtstag. Mit den serbischen Bischöfen, Priestern und Mönchen gratulierten zahlreiche Persönlichkeiten aus der Weltkirche, so Papst Franziskus, der Ökumenische Patriarch Bartholomaios I., der Moskauer Patriarch Kyrill I., der rumänische Patriarch Daniel und viele andere. Auch die Politik stellte sich mit Glückwünschen ein, so der serbische Präsident Aleksandar Vucic, der russische Präsident Wladimir Putin, Kronprinz Aleksandar Karadjordjevic und zahlreiche Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus Serbien und den Nachbarländern. Viele orthodoxe Gläubige brachten den Wunsch zum Ausdruck, dass der Patriarch „noch viele Jahre“ die serbisch-orthodoxe Kirche in Weisheit führen möge.

Bereits zu einem früheren Zeitpunkt hatte der Patriarch in Belgrad sowohl den Apostolischen Nuntius, Erzbischof Luciano Suriani, als auch den katholischen Erzbischof der serbischen Hauptstadt, Stanislav Hocevar, empfangen, die die Wünsche des Papstes und der katholischen Gemeinschaft überbrachten.

Patriarch Irinej wurde als Miroslav Gavrilovic 1930 in der mittelserbischen Stadt Cacak geboren. Er trat in das Priesterseminar in Prizren ein und studierte Theologie in Belgrad. 1959 wurde er Mönch im Kloster Rakovica. Im selben Jahr empfing er die Priesterweihe. Nach weiteren Studien in Athen wurde er 1969 Rektor im Seminar Ostrog, später in Prizren. 1974 wurde er zum Bischof von Moravica erwählt, von 1975 bis 2009 war er Bischof von Nis. Im Jahr 2010 wurde er zum Patriarchen der serbisch-orthodoxen Kirche gewählt. Durch die schwierigen politischen Verhältnisse auf dem Balkan werden die spirituellen und diplomatischen Führungsqualitäten des Patriarchen immer wieder herausgefordert.