Serbischer Patriarch Irinej wird die Schweiz besuchen

Details wurden bei Treffen mit dem Wiener serbisch-orthodoxen Bischof Andrej und der serbischen Botschafterin in der Schweiz vereinbart

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Foto ©: spc.rs (Quelle: Webseite spc.rs, Lizenz: Erlaubnis der Redaktion)

Belgrad, 08.08.18 (poi) Der serbisch-orthodoxe Patriarch Irinej wird von 31. August  bis 4. September der Schweiz einen offiziellen Besuch abstatten. Am 6. August empfing der Patriarch in seiner Belgrader Residenz den Wiener serbisch-orthodoxen Bischof Andrej (Cilerdzic), der außer für Österreich auch für die Schweiz und Italien zuständig ist, und die serbische Botschafterin in Bern, Snezana Jankovic. Bei dieser Begegnung wurden die Details des Patriarchenbesuchs in der Schweiz festgelegt. Am 1. September wird Patriarch Irinej in der serbisch-orthodoxen Dreifaltigkeitskirche in Zürich die Göttliche Liturgie feiern, am 2. September weiht er die neue serbisch-orthodoxe Kyrill-Method-Kirche in Bern. Am 3. September sind Begegnungen mit hochrangigen Schweizer Persönlichkeiten aus dem staatlichen und kirchlichen Bereich vorgesehen.

 

Konzelebrant bei 600-Jahr-Feier von  Kloster Manasija

Am 5. August hatte Bischof Andrej an den 600-Jahr-Feiern des serbischen Frauenklosters Manasija teilgenommen. Bischof Andrej war einer der Konzelebranten von Patriarch Irinej bei der Festliturgie. Der serbisch-orthodoxe Patriarch beglückwünschte in seiner Festansprache die Äbtissin Paula mit ihrer Klostergemeinschaft zu ihrer Treue zur monastischen Tradition von Manasija.

Das Kloster von Manasija wurde zwischen 1406 und 1418 von Stefan Lazarevic errichtet. Stefan war ein Sohn von König Lazar, der in der Schlacht auf dem Amselfeld (Kosovo Polje) 1389 getötet wurde. Der oströmische Kaiser verlieh ihm den Titel „Despot“ (Herr), er musste aber auch Vassall des osmanischen Sultans werden. Er suchte die Unabhängigkeit des geschwächten serbischen Staates durch eine ausgleichende Politik gegenüber den beiden stärksten Regionalmächten – Ungarn und dem Osmanischen Reich – zu bewahren. Stefan Lazarevic war ein Dichter, sein Werk „Wort der Liebe“ gilt als Beginn der serbischen Poesie. Manasija war seine Lieblingsgründung, dort entstand später ein Schreibatelier unter dem Namen „Schule von Resava“, in dem großartige Kopien von illustrierten Manuskripten entstanden.