Syrien: Trauer um Metropolit Mor Silvanos Petros al-Nemeh

Der syrisch-orthodoxe Erzbischof von Homs und Hama zeichnete sich durch das kraftvolle Eintreten für seine Gläubigen in den Wirren des Syrien-Krieges aus

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Foto: © Effi Schweizer (Quelle: Wikimedia; Lizenz: public domain)

Damaskus, 08.12.20 (poi) Einer der angesehensten syrisch-orthodoxen Bischöfe, Metropolit Mor Silvanos Petros al-Nemeh, ist im Alter von 52 Jahren verstorben. Der Metropolit stammte aus dem Städtchen Sadad, einer ganz christlichen Gemeinde, die unter Führung ihres Bürgermeisters Suleiman Khalil (der der gewaltfreien Opposition gegen die „Baath“-Partei angehört) durch ihren entschlossenen Widerstand gegen die islamistischen Kämpfer von „Al Nusra“, der sogenannten „Freien Syrischen Armee“ und des IS in Syrien bekannt geworden ist. Sein Theologiestudium hatte Metropolit Mor Silvanos Petros an der Universität Athen absolviert. Im Jahr 1999 wurde er vom – mittlerweile verstorbenen – syrisch-orthodoxen Patriarchen Mor Ignatius Zakka I. Iwas zum Bischof geweiht.

Als Metropolit von Homs und Hama zeichnete sich Mor Silvanos Petros in der Tradition seines Heimatortes durch das kraftvolle Eintreten für seine Gläubigen aus. In Homs, wo die – teils auch vom Westen unterstützten – islamistischen Kämpfer ein Terrorregime aufgerichtet hatten, gelang es dem Metropoliten, nach der Befreiung der Stadt den Wiederaufbau der christlichen Gemeinschaft einzuleiten.