„Syrische“ Kirchen im iranischen Azerbaidschan werden restauriert

In diesem Teil des Irans gibt es auch viele armenische Kirchen, so die berühmte St. Thaddäus-Kirche

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Foto: © Urek Meniashvili (Quelle: Wikimedia; Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported)

Teheran-Täbris, 18.08.20 (poi) Drei bedeutende „syrische“ Kirchen im iranischen Azerbaidschan werden restauriert, berichtet die assyrische Nachrichtenagentur AINA. Es handelt sich um die Peter-Paul-Kirche in Klisakendi (einem acht Kilometer von Urmia, einem einstigen Mittelpunkt der Christen der syrischen Tradition, entfernten Ort), um die Marienkirche in Chamaki und um die Marienkirche in Nakhjavan Tappeh. Die Peter-Paul-Kirche in Klisavendi stammt aus dem 8. Jahrhundert, sie gilt als eines der ältesten christlichen Gotteshäuser im iranischen Azerbaidschan. Seit 2001 steht sie im Verzeichnis der iranischen nationalen Kulturdenkmäler.

Auch die Marienkirche in Chamaki ist sehr alt. In dem Ort leben auch heute noch viele Christen der syrischen Tradition, die neu-aramäisch sprechen. Die Marienkirche in Nakhjavan Tappeh wurde erst im 17. Jahrhundert errichtet, sie wird heute von dem im Ort lebenden Armeniern für den Gottesdienst benützt.

Im iranischen Azerbaidschan gibt es trotz der Zerstörungen im 19./20. Jahrhundert noch immer viele christliche Kirchen. Eine der bedeutendsten Kirchen ist die Klosterkirche von St. Thaddäus (Surp Tadeosi Vank) 20 Kilometer südlich von Maku. Wegen der Farbe der Steine, aus denen sie erbaut ist, wird sie im Volksmund „die schwarze Kirche“ genannt. Nach Überzeugung der armenischen Christen wurden das Kloster und die Kirche im Jahre 66 vom Heiligen Apostel Judas Thaddäus als erste Kirche der Welt gegründet. Er erlitt den Märtyrertod und wurde in seiner eigenen Kirche beigesetzt. Auch heute findet einmal im Jahr, am Tag des Heiligen Thaddäus, eine große Wallfahrt statt;  Armenier aus allen Teilen des Irans, aber auch aus aller Welt, feiern die Festmesse mit.