„Tiefe Betroffenheit über das Massaker an betenden Menschen“

Stellungnahme des Vorsitzenden des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich zum Massaker in der neuseeländischen Stadt Christchurch - „Es ist wichtig, gegen menschenverachtende Ideologien und Extremismus aufzutreten und den Frieden und die Verständigung zwischen den Religionen und allen Menschen guten Willens zu fördern

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Foto: © Photographer: P. Stalder (Quelle: Wikimedia; Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported )

Wien, 16.03.19 (örkö) Seiner tiefen Betroffenheit über das Massaker an betenden Muslimen in der neuseeländischen Stadt Christchurch hat der Vorsitzende des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich, Landessuperintendent Thomas Hennefeld, Ausdruck verliehen. In seiner Erklärung heißt es wörtlich: „Ich bin erschüttert und tief betroffen über das grauenhafte Massaker an betenden Menschen in der neuseeländischen Stadt Christchurch. Als Vorsitzender des Ökumenischen Restes der Kirchen in Österreich möchte ich hiermit der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich mein Mitgefühl und meine Solidarität zum Ausdruck bringen. Dieses hasserfüllte Morden aus Fanatismus heraus macht einmal mehr deutlich, wie wichtig es ist, gegen  menschenverachtende Ideologien und Extremismus aufzutreten und den Frieden und die Verständigung zwischen den Religionen und allen Menschen guten Willens zu suchen und zu fördern.

Ich beobachte mit zunehmender Sorge, wie in Teilen Europas und auch in unserem Land muslimische Flüchtlinge und Zuwanderer immer wieder stigmatisiert und pauschal in ein extremistisches Eck gestellt werden. Lassen wir nicht zu, dass sich ein Gedankengut breit macht, das in letzter Konsequenz zu so entsetzlichen Taten wie in Christchurch führen kann. Im Gebet sind wir miteinander verbunden, im Gebet zu dem Einen und Ewigen Gott, der die Liebe ist und nichts als die Liebe“.