Umbrische Bischöfe auf „ökumenischer Pilgerfahrt“ in Armenien

Beitrag zur „Vertiefung der Brüderlichkeit“ mit den anderen christlichen Kirchen

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Foto: © Sven Dirks, Wien (Quelle: Wikimedia; Lizenz: GNU Free Documentation License)

Jerewan, 03.07.18 (poi) Die katholischen Bischöfe der italienischen Region Umbrien führen derzeit eine „ökumenische Pilgerfahrt“ nach Armenien durch. Die Bischofsdelegation unter Leitung des Erzbischofs von Spoleto und Norcia, Renato Boccardo, will „den Reichtum der christlichen Tradition Armeniens“ kennenlernen, das im Verlauf der Jahrhunderte ein so eindrucksvolles Zeugnis des christlichen Glaubens gegeben habe. In Jerewan besuchten die Bischöfe die neue armenisch-apostolische Kathedrale des Heiligen Gregors des Erleuchters, die 2001 zum 1.700-Jahr-Jubiläum der Christianisierung Armeniens eingeweiht wurde. Auf dem Programm der umbrischen Bischöfe stehen auch die Kathedrale in Etschmiadzin, die Klöster Khor Virap, Noravank und Ghegard (wo die Lanze aufbewahrt wird, mit der ein römischer Legionär den gekreuzigten Jesus durchbohrte). Bei den Besuchen in den Klöstern soll auch die Geschichte des Eremitentums in Armenien behandelt werden. Einen besonderen Platz nimmt im Besuchsprogramm der umbrischen Bischöfe auch das Gedenken am Mahnmal für die Opfer des Völkermords an den Armeniern im Osmanischen Reich („Tsitsernakaberd“) ein.

Am Mittwoch besuchten die Bischöfe die Stadt Gjumri, die zweitgrößte Stadt des Landes. Gjumri wurde 1988 durch ein Erdbeben schwer getroffen, der Wiederaufbau ist noch immer nicht abgeschlossen. Die Stadt ist aber auch das Zentrum der katholischen Minderheit in Armenien. Die umbrischen Bischöfe trafen mit dem armenisch-katholischen Bischof Raphael Minassian zusammen und feierten mit ihm in der katholischen Kathedrale einen feierlichen Gottesdienst.

Die „ökumenischen Pilgerfahrten“ der umbrischen Bischöfe haben bereits Tradition. 2012 waren die Bischöfe aus der mittelitalienischen Region in Rumänien, 2017 in Anatolien. Mit den „ökumenischen Pilgerfahrten“ wollen die Bischöfe einen Beitrag zur „Vertiefung der Brüderlichkeit“ mit den anderen christlichen Kirchen leisten.