Weltkirchenrat verurteilt Angriff auf Synogoge in Halle in scharfer Form

Generalsekretär Fykse Tveit: „Als Brüder und Schwestern im Glauben, aber auch als Mitmenschen, verabscheuen wir die Gewalt gegen betende Menschen, die friedlich ihren höchsten religiösen Feiertag begingen“ – Kompromisslose Verurteilung der „antisemitischen, rassistischen und extremistischen Ideologie“ hinter dem Angriff

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Foto: © (Quelle: Wikimedia; Lizenz: Creative Commons Attribution 2.5 Generic)

Genf, 09.10.19 (örkö) Der Weltkirchenrat hat den Angriff auf eine Synagoge in Halle an der Saale, in der gerade der Gottesdienst zum höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur gefeiert wurde, in scharfer Form verurteilt. Der Generalsekretär des Weltkirchenrats, Pfarrer Olav Fykse Tveit,  sagte, es scheine sich bei dem Angriff um eine „schamlose Zurschaustellung von rassistischem Antisemitismus zu handeln, der leider in Europa und anderswo im Zunehmen ist“. Fykse Tveit unterstrich, dass die „antisemitische, rassistische und extremistische Ideologie“ hinter dem Angriff kompromisslos zu verurteilen sei.

Wörtlich stellte der Generalsekretär fest: „Als Brüder und Schwestern im Glauben, aber auch als Mitmenschen, verabscheuen wir die  Gewalt gegen betende Menschen, die friedlich ihren höchsten religiösen Feiertag begingen. Wir trauern um die Opfer des Angriffs und wir erheben unsere Gebete für die jüdische Gemeinschaft. Rassistische Gewalttätigkeit und Hass sind für den Weltkirchenrat widerwärtig. Zugleich wird unsere Entschlossenheit bestärkt, überall mit Juden und Christen zu arbeiten, um dem Hass Widerstand zu leisten und Respekt für alle Menschen zu verbreiten“.

Das Gebet gelte auch den Opfern  und das Mitgefühl den Angehörigen, die bei dem schrecklichen Gewaltakt geliebte Menschen verloren haben, sagte Fykse Tveit. Als „globale Gemeinschaft von Kirchen“ sei der Weltkirchenrat solidarisch mit den jüdischen Menschen in Halle, die „in so bösartiger Weise“ angegriffen wurden, während sie den für sie heiligsten Tag des Jahres feierten.