Wien: Diözesankommission für ökumenische Fragen konstituierte sich neu

Unter dem Vorsitz von Prof. Prokschi setzen sich 20 Priester, Diakone, Ordensleute und Laien für die Umsetzung der ökumenischen Impulse auf Wiener Diözesanebene ein

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Foto: © Bwag (Quelle: Wikimedia, Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International)

Wien, 10.01.20 (poi) Die Wiener Diözesankommission für ökumenische Fragen hat sich unter dem Vorsitz des „Pro Oriente“-Vizepräsidenten (und Domdekans) Prof. i.R. Rudolf Prokschi neu konstituiert. Der Kommission gehören insgesamt 20 Personen, Priester, Diakone, Ordensleute und Laien, an. Alle wichtigen Bereiche der Diözese sind vertreten, u.a. von der Katholischen Jugend über die Theologische Fakultät und die Priesterseminare bis zu den Territorialvikariaten, den Orden, dem Schulamt und der Caritas. Als Sekretärin der Kommission fungiert die theologische Referentin für Ökumene im Pastoralamt der Erzdiözese Wien, Raphaela Pallin. Die Kommission ist über die E-Mail-Adresse oekumene@edw.or.at erreichbar (Tel: 01/515 52-31 20). Bei der konstituierenden Vollversammlung wurde u.a. über „Eheschließung und Kommunionempfang konfessionsverschiedener Ehepaare“, ökumenische Ausbildung und Zusammenarbeit in pastoralen Bereichen (wie etwa der Krankenhaus-Seelsorge), ökumenische Gottesdienste im Schulbereich, das Verhältnis zu katholischen „Movimenti“ (Erneuerungsbewegungen) und freikirchlichen Initiativen und die Mitveranstaltung eines alljährlichen ökumenischen Symposions auf Wiener Boden beraten.

Die Kommission wurde ursprünglich in der Zeit von Kardinal Franz König 1965 begründet, um das Ökumenismus-Dekret des Zweiten Vatikanischen Konzils auf diözesaner Ebene zu implementieren. Dementsprechend ist es Aufgabe der Kommission, „auf der Grundlage der kirchlichen Dekrete alle ökumenischen Einzelinitiativen zu koordinieren, für diesbezügliche richtunggebende Entscheidungen auf diözesaner Ebene ein sachkundiges Votum abzugeben und selbst Maßnahmen vorzuschlagen, die helfen, die Einheit unter allen Christen wiederherzustellen“. Alle Fragen in diesem Zusammenhang sollen „ausschließlich von der Diözesankommission für ökumenische Fragen geprüft“ und dann vom Vorsitzenden der Kommission dem Wiener Erzbischof zur Entscheidung vorgelegt werden.

Bei der Umsetzung der ökumenischen Impulse des Konzils in der Erzdiözese Wien spielte die Diözesankommission für ökumenische Fragen, die lange Zeit von der legendären „Mutter der Ökumene“, Sr. Christine Gleixner, geleitet wurde, eine wichtige Rolle. Prof. Prokschi – der seit 1. Jänner auch die Funktion des Vorsitzenden des „Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich“ (ÖRKÖ) innehat – möchte an diese Tradition der Diözesankommission anknüpfen und sie zeitgemäß neu definieren.